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Hemeringer Grundschule ist jetzt „sportfreundliche Schule“

Kinder werden auf Trab gebracht

HEMERINGEN. Kinder können sich immer schlechter koordiniert bewegen, haben eine schlechte Kondition und manche sind kaum in der Lage unfallfrei rückwärts zu laufen. So hat es Lehrerin Annette Himler beobachtet und so stellen es Ärzte auch vielerorts bei Schuleingangsuntersuchungen fest. Doch die Grundschule Hemeringen stemmt sich gegen diesen Trend.

veröffentlicht am 26.12.2018 um 16:58 Uhr

Birgit Grischke-Becker (2. v. re.) von der Landesschulbehörde übergibt die Urkunden an Lehrerin Annette Himler, Schulleiterin Cornelia Stumpf und Lehrerin Sonja Kaspari (v. li.). Foto: jsp
Jens Spickermann

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Schon seit mehr als zehn Jahren, wie Schulleiterin Cornelia Stumpf betont. Weil sportliche Aktivitäten an der Schule eine große Rolle spielen, hat sie von der niedersächsischen Landesschulbehörde nun eine Zertifizierung als „sportfreundliche Schule“ erhalten.

Damit ist sie die erste Schule in Hessisch Oldendorf und die achte im Landkreis Hameln-Pyrmont, die so eine Auszeichnung erhält. Überzeugt hat die Landesschulbehörde unter anderem, dass die Schule regelmäßig an Sportwettkämpfen und Bundesjugendspielen teilnimmt, insgesamt fünf unterschiedliche Sport AGs angeboten werden und die Lehrer mit den Kindern auf Klassenfahrten lange Wanderungen unternehmen.

Auch die Förderung von gesunder Ernährung durch die eigene Schulküche und entsprechende Projekttage hob Birgit Grischke-Becker von der Landesschulbehörde positiv hervor, als sie die Urkunde im Rahmen einer Weihnachtsfeier überreichte.

Wegen einer gegenüber früher veränderten Kindheit sei die Sportförderung durch die Grundschule so wichtig, erklärt Himler. Verängstigte Eltern, die ihren Kindern kaum noch etwas zutrauen, und der Medienkonsum würden die Kinder im Alltag von der Bewegung abhalten. „Es ist ganz viel Angst in der Elternschaft“, sagt sie. Daher fahre ein Großteil der Kinder im „Elterntaxi“ zur Schule – selbst wenn der Weg nur 500 Meter lang ist. Sie plädiert hingegen dafür, die Kinder lieber zu Fuß gehen zu lassen.

Die Zertifizierung wertet die Schulleiterin nun als großen Erfolg: „Das zeigt, was wir hier als ganz kleine Schule auf die Beine stellen können“, so Cornelia Stumpf.




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