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Polizei warnt dennoch vor Einbrechern und Trickbetrügern

Kriminalität nimmt ab

HESSISCH OLDENDORF. Die Bürger in Hessisch Oldendorf können sich in ihrer Stadt relativ sicher fühlen: Die Kriminalität sei insgesamt zurückgegangen, teilt Wolfgang Römer, Leiter der Polizeistation, mit. Genaue Zahlen konnte er für das vergangene Jahr noch nicht präsentieren, es sei jedoch davon auszugehen, dass unter anderem die Anzahl der Einbrüche abgenommen hat und die Aufklärungsquote gestiegen ist.

veröffentlicht am 10.02.2019 um 17:13 Uhr

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Jens Spickermann

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Jens Spickermann Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Damit setzt sich der Trend aus dem Vorjahr fort. Das teilte Römer am Freitag beim traditionellen Neujahrsfrühstück der Polizei mit. Diese Entwicklung gelte nicht nur für Hessisch Oldendorf, sondern es sei ein niedersachsenweites Phänomen, dass die Einbrüche nach einer Hochphase vor zwei Jahren wieder abgenommen haben. Auch andere Delikte seien weniger geworden: „Kriminalität insgesamt ist hier deutlich rückläufig“, sagt Römer. Zugenommen hätten aber schwere Verkehrsunfälle.

Obwohl die Entwicklung insgesamt positiv sei, warnt der Leiter der Polizeistation vor zu großer Arglosigkeit. Eine mangelhafte Einbruchssicherung von Wohnungen sei leider weit verbreitet. Und immer wieder würden insbesondere ältere Personen auf Betrugsmaschen wie den sogenannten „Enkeltrick“ hereinfallen.

Bürgermeister Harald Krüger pflichtete dem bei und appellierte: „Seid achtsamer und rechnet mit der Boshaftigkeit anderer Menschen.“ Man könne sich in der Stadt zwar sicherfühlen, das bedeute jedoch nicht, dass man sich nicht vor Einbrechern und Betrügern in Acht nehmen müsse. Das gelte auch für die Dörfer, wo manchmal zu Unrecht davon ausgegangen werde, dass es dort keine Kriminalität gebe. Das Problem sei auch, dass die Präventionsarbeit der Polizei in der Bevölkerung teils auf wenig Resonanz stoße, bedauert Römer. Zu einer Veranstaltung in Fischbeck, bei der Fachleute Maßnahmen zur Einbruchssicherung erklärt haben, seien kaum Besucher gekommen. Obwohl vorher viel Interesse signalisiert worden sei.

Worauf der Polizeihauptkommissar auch gerne hinweisen möchte: „Wer verdächtige Beobachtungen macht, soll unbedingt bei der Polizei anrufen – im Zweifelsfall lieber einmal zu oft.“ Leider habe sich in der letzten Zeit die irrige Annahme verbreitet, dass ein Notruf bei der Polizei Geld kosten würde. Das sei selbstverständlich falsch.

Manchmal würden Bürger beobachten, wie bei ihren Nachbarn eingebrochen wird und erst Stunden später – oder gar nicht – bei der Polizei anrufen. Einmal sei ein älteres Ehepaar sogar um sechs Uhr morgens aufgewacht, weil Einbrecher sich mit einer Flex am Eingang des Nachbarn zu schaffen machten. Doch, anstatt direkt einen Notruf zu tätigen, warteten sie damit bis zum Vormittag.

Zur Vorsicht mahnt Römer vor Betrügern, die sich beispielsweise als Polizisten ausgeben und Senioren um ihr Erspartes bringen wollen. Die Maschen seien sehr ausgefeilt und die Täter bei der Erfindung neuer Tricks überaus kreativ.

Beispielsweise sei es technisch möglich, dass bei dem Angerufenen die Telefonnummer der Polizei angezeigt wird, obwohl Kriminelle am Apparat sind.




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