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Platz an der Grundschule Sonnental ist knapp – doch die Klassen-Container lassen auf sich warten

Lehrer müssen improvisieren

HEßLINGEN. Eigentlich bräuchte die Grundschule Sonnental ihre neuen Schulcontainer schon so schnell wie möglich. Der Platz ist nämlich knapp – einige Räume müssen für unterschiedliche Zwecke verwendet werden. Doch bis die Container an Ort und Stelle stehen, könnte es noch einige Zeit dauern. Bis dahin müssen die Lehrer improvisieren und sich gut absprechen.

veröffentlicht am 03.12.2018 um 17:58 Uhr
aktualisiert am 03.12.2018 um 19:00 Uhr

An der Grundschule Sonnental ist nach wie vor der Platz knapp. Die Klassen-Container lassen auf sich warten. Foto: Dana
Jens Spickermann

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„Ursprünglich war terminlich der Herbst angedacht“, sagt Schulleiterin Sabine Sieg-Windeler. „Das war aber schon sehr sportlich.“ Später hieß es dann allerdings, dass die neuen mobilen Klassenräume erst Ende Januar bereitgestellt werden können. „Wenn eine Genehmigung kommt, ist dieser Zeitplan noch zu halten“, meint Sieg-Windeler. Doch genau daran könnte es nun scheitern: Baulich ist die Aufstellung der Container eigentlich keine große Sache. Nur liegt vom Landkreis Hameln-Pyrmont noch keine entsprechende Genehmigung vor.

Die Montage sei das geringere Problem, hatte Margareta Seibert, Fachbereichsleiterin Soziales jüngst im Ausschuss für Schule, Familie und Sport berichtet. Der aktuelle Plan, die Container Ende Januar während der Zeugnis-Ferien aufzustellen, sei allerdings recht „ambitioniert“. Eigentlich habe man früher mit einer Genehmigung gerechnet.

Mittlerweile sind schon einige Monate vergangen, seitdem der Bauantrag beim Landkreis eingegangen ist. Seit Mitte Juni liege er vor, teilt Landkreis-Sprecherin Nikola Stasko auf Nachfrage mit. Die Genehmigung für die Container-Anlage „konnte bisher nicht erteilt werden, da das Beteiligungsverfahren noch nicht abgeschlossen ist“, so Stasko weiter. Die Frage, wann es soweit sein wird, könne nicht so einfach beantwortet werden: „Dies ist unter anderem davon abhängig, wann die ausstehenden Stellungnahmen aus dem Beteiligungsverfahren bei uns eingehen und liegt somit leider momentan nicht in unserer Hand“, schreibt die Pressesprecherin.

Mit den Zeugnisferien als Termin dürfte es also knapp werden. Auch wenn die Aufstellung und Einrichtung der Container recht schnell vonstatten gehen dürfte, ist das natürlich trotzdem nicht von heute auf morgen zu bewerkstelligen. Bis dahin gilt es, in der Grundschule zusammenzurücken: Dass die Bücherei auch als PC-Raum fungiert, erscheint noch akzeptabel. Aber die Differenzierung von Gruppen sei schwierig, sagt Sieg-Windeler. Bei heterogenen Klassen ist es aber besonders wichtig, die räumlichen Möglichkeiten für Gruppenbildungen zu haben.

Das Zimmer für die städtische Nachmittagsbetreuung diene darüber hinaus auch als Klassenraum. „Es ist alles sehr eingeschränkt“, berichtet Sieg-Windeler. In der derzeitigen Situation seien gute Absprachen und gegenseitige Rücksichtnahme unter den Lehrern ganz wichtig.

Immerhin rechnet die Grundschule damit, dass die Zahl der Schüler im kommenden Schuljahr nicht zunimmt, sondern konstant bleibt. So ganz genau vorhersagen könne man das aber noch nicht, meint Sieg-Windeler.




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