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Umweltbehörde will Grundstückseigentümer zum Aufräumen verpflichten

Lokenweg: Schrott soll verschwinden

HESSISCH OLDENDORF. Obwohl am Lokenweg Dutzende Fahrzeuge vor sich hin rosten (wir berichteten): Für eine Zwangsräumung des Grundstücks reicht die Rechtslage bisher noch nicht aus. Trotzdem will die Untere Umweltbehörde den Eigentümer des Grundstücks dazu auffordern, die Autowracks zu entfernen.

veröffentlicht am 06.02.2019 um 16:22 Uhr
aktualisiert am 06.02.2019 um 17:40 Uhr

Die Umweltbehörde bemängelt den Zustand des Grundstücks am Lokenweg. Doch den Eigentümer konnte sie noch nicht erreichen. Foto: dana
Jens Spickermann

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Bei einer Durchsuchung im Jahr 2016 seien nämlich keine Hinweise auf eine „akute und gegenwärtige Gefahr“ gefunden worden, erklärt Sandra Lummitsch, Sprecherin des Landkreises auf Nachfrage. Trotzdem will die Untere Umweltbehörde den Eigentümer des Grundstücks dazu auffordern, die Autowracks zu entfernen. Die Zustellung dieses Bescheides ist eine Voraussetzung dafür, dass die Umweltbehörde das Gelände gegebenenfalls zwangsräumen lassen könnte.

Das Problem dabei: Der bisherige Grundstückseigentümer sei nicht erreichbar gewesen, da er sich häufig in den Niederlanden aufgehalten habe und in Deutschland über keine gültige Meldeadresse verfügte, schreibt Lummitsch. Nun sei über die Polizei bekannt geworden, dass er verstorben ist. Wer nun der rechtmäßige Eigentümer ist, sei unbekannt.

Laut dem ehemaligen Eigentümer handelt es sich bei den Fahrzeugen um angeblich funktionsfähiges „Wirtschaftsgut“, von dem keine Gefahr ausgeht, heißt es von der Stadt. Einige Fahrzeuge seien aber schon als „Wrack“ eingestuft und entsorgt worden, schreibt Lummitsch.




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