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Weichen für die Zukunft gestellt

Nachmittagsbetreuung für Flüchtlingskinder geht weiter

HESSLINGEN. Dank Zuschüssen und einer Spende kann das Projekt „Nachmittagsbetreuung für Flüchtlingskinder“ des Fördervereins der Grundschule Sonnental weiter gehen. Geplant ist, das Projekt nicht mehr nur für Flüchtlingskinder anzubieten, sondern die Gruppe zu öffnen für Kinder, deren Eltern nicht in der Lage sind, die Betreuungskosten zu tragen.

veröffentlicht am 08.05.2019 um 18:19 Uhr

Herbert Vauth (v. li.) und Natalie Evans vom Förderverein und Schulleiterin Sabine Sieg-Windeler mit den Kindern aus der Nachmittagsbetreuung. Foto: ah
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Annette Hensel Reporterin
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Der Förderverein der Grundschule Sonnental hat doppelt Grund sich darüber zu freuen, dass es die Dewezet gibt. Erst liest Herbert Vauth, Leiter des Projektes „Nachmittagsbetreuung für Flüchtlingskinder“, das mit Fördergeldern der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, der Lotto-Sport-Stiftung Niedersachsen und von S.A.M. unterstützt wird: „Augen auf! sucht neue Aufgaben“. „Weil unsere Mittel nicht ausreichten, um das Projekt bis zum Schuljahresende im Juli 2019 fortzuführen, brauchten wir eine zusätzliche Finanzspritze“, so Vauth und fährt fort: „Ich habe ‚Augen auf!‘, die Initiative der Hessisch Oldendorfer Kirchengemeinde St. Marien kontaktiert. Sie bezuschusst Projekte, die sozial oder wirtschaftlich benachteiligten Kindern zugutekommen und hat uns den fehlenden Betrag von 1150 Euro zugesagt. Damit können wir die Betreuungskraft bezahlen und die Kosten für das warme Mittagessen, Getränke sowie den Transport nach Hause übernehmen.“

Vauth erzählt weiter: „Beim BHW hat man in der Dewezet von unserer Finanzierungsnot gelesen und uns für das kommende Schuljahr für das Projekt 1000 Euro zugesichert. Mit dieser Summe und der Unterstützung von Stadt (sie stellt die Räumlichkeiten) und S.A.M. (vermittelt die Betreuungskraft) können wir die Weichen stellen für die Fortsetzung unseres Projektes.“

Geplant ist, das Projekt nicht mehr nur für Flüchtlingskinder anzubieten, sondern die Gruppe zu öffnen für Kinder, deren Eltern nicht in der Lage sind, die Betreuungskosten zu tragen. „Das kommunale Betreuungsangebot sieht die Nachmittagsbetreuung für Kinder berufstätiger Eltern vor, die dafür bezahlen müssen“, betont Vauth und Schulleiterin Sabine Sieg-Windeler erläutert: „Uns geht es um die schulische Förderung, die Hausaufgabenbetreuung. Die Kinder fühlen sich hier gut aufgehoben – da können sie auch gut lernen. Zugleich ergibt sich eine enge Verzahnung zum eigentlichen kommunalen Betreuungsangebot.“

„Unsere Projektgelder reichen allerdings nicht für das gesamte Schuljahr 2019/2020“, gesteht Vauth. Er hofft, dass sich Organisationen, die sich bislang auf die Förderung von Flüchtlingsprojekten konzentriert haben, für die soziale Förderung öffnen. Wer das Projekt des Fördervereins der Grundschule Sonnental unterstützen möchte, kann sich wenden an: herbert.vauth@t-online.de




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