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Vier Projekte sollen für mehr Verkehrssicherheit sorgen

Neue Radwege in Planung

HESSISCH OLDENDORF. Das Radfahren gilt als wohl umweltfreundlichste Art der Fortbewegung auf Rädern. In der Stadt wie auf dem Land wachsen darum die Bemühungen, den Radlern eine angemessene Verkehrs-Infrastruktur zu schaffen – auch in Hessisch Oldendorf sehen die Politiker dafür Handlungsbedarf.

veröffentlicht am 29.11.2018 um 17:11 Uhr
aktualisiert am 29.11.2018 um 19:20 Uhr

Für einen Radweg zwischen Rumbeck und Heßlingen sind die Planungen am weitesten vorangeschritten. Foto: Dana
Jens Spickermann

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Nun haben sie entschieden, für die Radwege-Planung im kommenden Jahr 15 000 Euro zur Verfügung zu stellen. Insgesamt haben Politik und Verwaltung vier Projekte auf der Agenda, die das Radfahren in Hessisch Oldendorf angenehmer und sicherer machen sollen.

Am weitesten fortgeschritten seien die Planungen für einen Radweg zwischen Rumbeck und Heßlingen, der bis nach Hemeringen weitergeführt werden soll, berichtet Günter Kuhnert, stellvertretender Gruppensprecher von Grünen und SPD. Der sei wegen der derzeit für Radfahrer gefährlichen Situation auf der Straße auch dringend erforderlich: „Wenn da Kinder mit dabei sind, ist das eine Gefährdung erster Güte.“

Wenn alles wie vorgesehen läuft, solle im Frühjahr kommenden Jahres außerdem der Bau eines Radweges von der Fuhler Masch aus Richtung Bootshafen Rumbeck in Angriff genommen werden. „Da sind die Grundstücksangelegenheiten mittlerweile erledigt“, sagt Kuhnert. „Das ist in Umsetzung begriffen.“

Demgegenüber befinden sich zwei weitere Projekte noch auf der Wunschliste der Politiker oder planungstechnisch erst in den Anfängen: Von Rohdental sei eine Verbindung über Segelhorst Richtung Kernstadt geplant, so der Grünen-Ratsherr. Ganz neu sei die Idee nicht, aber derartige Projekte würden immer viel Zeit in Anspruch nehmen: „Das schmort schon lange“, sagt Kuhnert. „Bis so etwas in trockenen Tüchern ist, dauert es wohl drei bis vier Jahre.“

Ein viertes Radwege-Projekt könnte den Einwohnern der Sünteldörfer zugutekommen: Die Süntelbewohner wünschten sich seit vielen Jahren eine Radweg-Verbindung von Höfingen nach Fischbeck, weiß Süntel-Ortsbürgermeister Friedrich Koch (CDU). Jahrelang habe es geheißen, dass der Landkreis für den Ausbau an der Kreisstraße kein Geld zur Verfügung stelle. Doch mittlerweile sei ein Konzept ausgearbeitet worden, einen Radweg mitten durchs Grüne zu führen. Die Strecke soll dann am Nährenbach entlanglaufen. Wichtig sei sie beispielsweise für Schulkinder und für Konfirmanden, die zum Konfirmandenunterricht nach Fischbeck wollen.

Zusätzlich zu den für 2019 bereitgestellten Planungsgeldern kommen noch 10 000 Euro, die eigentlich für die Einrichtung eines Bürgerbus-Betriebes vorgesehen waren und nun umgewidmet werden sollen, da die Öffis voraussichtlich als Alternative einen Rufbus einführen werden. Viel mehr als Planungsarbeiten werde mit dem bereitgestellten Geld trotzdem nicht möglich sein, meint Kuhnert. „Komplett finanzieren können wir das nicht. Da sind wir auf Landesmittel angewiesen.“

Weil das Land Niedersachsen immer Teil des Verfahrens ist, wenn an Landesstraßen gebaut wird, dauert die Verwirklichung solcher Projekte immer einige Zeit. Im Fall des Radweges von Rumbeck nach Hemeringen habe man auch mit den Landwirten zusammen klären müssen, wie sie trotz des Radweges ihre Ernte einbringen können. „Dafür musste der Radweg etwas verlagert werden“, sagt Kuhnert.

Mittlerweile gebe es eine Agenda des Landes für den Radwege-Ausbau, die eventuell auch dem Süntel-Radweg zugutekommen könnte, meint Koch.




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