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Stadt bemüht sich um Lösungen

Parkplatznot sorgt an Grundschule für Chaos

HESSISCH OLDENDORF. Zusätzlich zu zahlreichen „Elterntaxis“ erschwert an der Grundschule am Rosenbusch nun auch noch die Baustelle an der Bergstraße die Verkehrssituation. Das Thema ist nicht neu: Regelmäßig staut sich zu den Bring- und Abholzeiten der Verkehr; die Schule klagt über eine chaotische Parksituation und uneinsichtige Eltern. Die Stadt hat sich der Problematik nun erneut angenommen und Lösungsmöglichkeiten erarbeitet.

veröffentlicht am 30.01.2019 um 17:47 Uhr

Seit Jahren ist der Verkehr an der Grundschule ein Problem, da viele Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen. Foto: dana
Jens Spickermann

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Wenn sich morgens und mittags Autos gegenseitig blockieren und im Halteverbot parken, ist das nicht nur ein Ärgernis. Bei Notfällen könnte es im schlimmsten Fall für Rettungs- und Feuerwehrfahrzeuge schwierig werden, einen geeigneten Anfahrtsweg zu finden. Um die Situation zu entschärfen, soll nun gegenüber der ausgewiesenen Schulparkplätze an der Bergstraße ein Halteverbotsbereich angeordnet werden.

„Nur so kann verhindert werden, dass im Falle eines Brandes zu den Abholzeiten die für die Feuerwehr benötigte Fläche nicht zugeparkt wird“, heißt es in einer Mitteilungsvorlage der Stadtverwaltung.

Insgesamt habe sich die Situation durch die Baustelle an der Bergstraße zwar weniger dramatisch entwickelt als zuvor befürchtet, sagt Schulleiterin Monika Rehberger. Das bereits bekannte Problem bleibt aber bestehen: zu viele Autofahrer, die teils rücksichtslos parken und bei Kritik daran in manchen Fällen ausfallend werden. „Da habe ich mir schon freche Beleidigungen anhören müssen“, klagt die Schulleiterin.

Um die Verkehrssituation zu entschärfen, wurde nach Möglichkeiten gesucht, mehr Parkplätze zu schaffen: „Auf dem geschotterten Seitenstreifen östlich der Dornröschenstraße parken regelmäßig Busse, so dass mehrere der vorhandenen 16 Stellplätze von den Eltern nicht benutzt werden können. Durch eine entsprechende Beschilderung soll das Parken nur noch Pkws erlaubt werden. Ferner soll im Rahmen der Straßenunterhaltung der Schotterstreifen ausgebessert werden“, schreibt die Stadt.

Das Grundproblem wird allein durch diese Maßnahme wohl nicht zu lösen sein. Darüber hinaus Parkplätze zu schaffen, wie ursprünglich vom Ortsrat gefordert, ist laut Stadt aber nicht möglich. Deshalb beabsichtigen Stadt und Schulleitung, verstärkt darauf hinzuwirken, dass die Kinder zu Fuß zur Schule kommen oder den Bus nutzen. Geprüft wird zudem das Konzept einer „Elternhaltestelle“: An einem Sammelpunkt in der näheren Schulumgebung könnten die Kinder von den Eltern aus dem Auto gelassen werden, um den Rest des Weges betreut zu Fuß zu laufen.

Dass die Kinder zu Fuß gehen, ist der Schulleiterin nicht nur aus verkehrstechnischen, sondern auch aus mehreren pädagogischen Gründen ein Anliegen. Frische Luft und Bewegung wirkten lernförderlich, außerdem würden die Kinder so Selbstständigkeit und die Orientierung in ihrer Heimatstadt erlernen, meint Rehberger.




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