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Anzahl der Jungen unbekannt

Störche haben Nachwuchs

HESSISCH OLDENDORF. Die Hessisch Oldendorfer Störche „Adebar“ und „Adele“ haben Nachwuchs. Nach frühzeitiger Ankunft des Storchenpaares aus dem Winterquartier (wir berichteten) baute das Storchenpaar das aus Sicherheitsgründen gegen Absturz teilweise abgetragene Nest für ihre Sommerresidenz aus. Schon wenige Wochen nach ihrer Ankunft begannen die „Klappermänner“ mit dem Brutgeschäft.

veröffentlicht am 06.05.2019 um 13:36 Uhr

Storchenmännchen „Adebar“ kehrt mit Nistmaterial und Nahrung für die Jungen zurück. foto: dm

Autor:

Dietmar Meier
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Beobachtungen zufolge hat sich nun Nachwuchs eingestellt, denn die Altstörche haben damit begonnen zu füttern.

Die Phase des Brutgeschäftes ist nun beendet und geht in die bewachte Jungenaufzucht über. Bei milder Witterung hockt für die nächsten vier Wochen stets ein Altstorch zum Schutz der Jungen auf dem Horst, während sich der Partner auf Nahrungssuche für die Jungen in den Wiesen und Weiden rund um die Stadt begibt. Dabei wechseln sich die Störche ab.

Die genaue Anzahl der Jungen kann aufgrund der tief im Nest befindlichen Jungstörche erst in zirka drei bis vier Wochen ermittelt werden, da das hoch oben auf dem Schlot der ehemaligen Molkerei befindliche Nest keine Einblicke in die „Kinderstube“ zulässt. Die Nahrungsbedingungen sind derzeit gut, da ergiebige Niederschläge dafür sorgen, dass die Störche ausreichend Regenwürmer erbeuten, mit denen sie ihre Jungen füttern. Etwas Sorge bereiten die tiefen Temperaturen, die zu Unterkühlungen bei den Jungen führen können. Während der Brut kam es mehrfach zu Nestkämpfen, die jedoch bislang gegenüber den Vorjahren von geringer Intensität waren.

Sanierungsarbeiten an der Nisthilfe bei Großenwieden. foto: dm

Da die Jungstörche oftmals in die Nähe ihres Geburtsortes zurückkehren, unterhält der Nabu aus Nahrungskonkurrenzgründen weit außerhalb des Aktionsbereiches der Hessisch Oldendorfer Störche Nisthilfen zur Ansiedlung weiterer Störche im Wesertal bereit. So musste in diesem Jahr eine der Nisthilfen für den Weißstorch bei Großenwieden saniert werden, denn das dort an einem Mast als Nestunterlage eingebaute Wagenrad war aufgrund von Witterungseinflüssen nach vielen Jahren marode geworden. Die Sanierungsarbeiten wurden von der Firma OKO-Tech Maschinenbau in Großenwieden kurzfristig ausgeführt.

In Zusammenarbeit des Nabu Hessisch Oldendorf mit der Jägerschaft Großenwieden wurde nach Anbringen der neuen Nistunterlage gemeinsam ein neues Storchennest geflochten und ausgepolstert und somit ein Ansiedlungspotential für Fremdstörche geschaffen. Diese Maßnahme dient der Verringerung von Nestkämpfen, die um den Horst in Hessisch Oldendorf in den Vorjahren bereits mehrfach zur Aufgabe der Brut geführt haben. Der Nabu finanzierte diese Nestsanierung aus Eigenmitteln.

Die Ansiedlung und Hilfe von Störchen im Wesertal bei Hessisch Oldendorf kann unter dem Kennwort „Weißstorchenschutz“ mit einer Spende auf das Konto 122420401 des Nabu Hameln–Hessisch Oldendorf–Aerzen bei der Volksbank Hameln-Stadthagen, IBAN DE94 2546 2160 0122 4204 01 unterstützt werden.




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