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Begrüßungsschilder kommen doch nicht

Umgestaltung von Friedhof und Weserufer geplant

GROSSENWIEDEN. Begrüßungsschilder an den Ortseingängen wird es in Großenwieden und Kleinenwieden wohl auf absehbare Zeit nicht geben. Schon vor dreieinhalb Jahren war diese Idee im Ortsrat aufgekommen – 2500 Euro aus Dorfstrukturmitteln standen seitdem dafür zur Verfügung. Doch passiert ist noch immer nichts. Nun hat der Ortsrat beschlossen, das Geld anderweitig zu verwenden.

veröffentlicht am 28.11.2018 um 17:10 Uhr
aktualisiert am 28.11.2018 um 20:53 Uhr

Das Weserufer soll gemäß eines Ortsrats-Beschlusses neu bepflanzt werden. Foto: dana
Jens Spickermann

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Anstelle der Begrüßungsschilder an den Dorfeingängen ist nun vorgesehen die Hintere Straße zu „gestalten“ oder auszubauen. „Wir können diese Mittel nicht weiter für die Ortsschilder bereitstellen“, sagte Ortsbürgermeister Heinz Kütemeyer. „Es könnte sonst im Rat der Eindruck entstehen, dass wir die Dorfstrukturmittel gar nicht brauchen.“

Eigentlich sollte sich die Heimatgemeinschaft um die Anschaffung und Aufstellung der Schilder kümmern. Doch das erforderliche Genehmigungsverfahren für das Vorhaben habe sich als kompliziert herausgestellt, hieß es im Ortsrat.

Obwohl die 2500 Euro nun anderweitig verwendet werden sollen, sind die Begrüßungsschilder nicht für immer vom Tisch. Wenn es in der Sache erneut Bestrebungen geben sollte, könnten in Zukunft wieder Mittel dafür bereitgestellt werden, so der Tenor aus dem Ortsrat.

Zusätzlich zur Gestaltung der Hinteren Straße ist auch an anderer Stelle geplant, das Ortsbild optisch aufzuwerten. Für die Fläche gegenüber der Hauptstraße 44 soll die Verwaltung gemäß eines Ortsratsbeschlusses eine Möglichkeit suchen, wie diese gärtnerisch umgestaltet werden kann. Eigentlich hatte die „Fünfte Kolonne“, die sich ehrenamtlich um die Pflege des Weserufers kümmert, vorgeschlagen, die Fläche zu schottern. Bei Hochwasser würde sich im Gebüsch nämlich immer wieder Unrat verfangen, der mühevoll beseitigt werden muss, so die Argumentation.

Mit einer geschotterten Fläche konnten sich die Ortspolitiker aber nicht anfreunden und beschlossen stattdessen, die Bepflanzung zu verändern. Eventuell könne dort auch ein ansehnlicher Baum gepflanzt werden, da es sich schließlich um einen Platz handele, an dem sich auch das Dorfleben abspiele, regte Gisbert Haver (CDU) an.

Eine gestalterische Veränderung wird es demnächst wohl auch auf dem Großenwiedener Friedhof geben. Die Fußwege, von denen es eigentlich mehr als benötigt gebe, seien dort immer ziemlich verkrautet und Herbizide dürften dort nicht eingesetzt werden, beschrieb Kütemeyer das Problem. Man müsse sich aber die Frage stellen „brauchen wir die vielen Wege auf dem Friedhof überhaupt?“ Um den Arbeitsaufwand zu reduzieren, haben sich die Ortsratsmitglieder darauf geeinigt, dass die Verwaltung prüfen soll, ob auf einigen der Wege Rasen eingesät werden kann. Nur der Weg zur Kapelle, der Platz vor der Kapelle sowie der Weg zu den Abfallcontainern sollen wie bisher erhalten bleiben.

Weitere Freiflächen sollen als Wildblumenwiesen angelegt werden. So soll zusätzlich der Schutz von bedrohten Insekten vorangetrieben werden. Mit dem städtischen Blühstreifen-Programm, das vor einiger Zeit im Rat beschlossen worden war, passe das gut zusammen, bemerkte Haver.




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