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Anlage für vielseitigesTraining / Ballspielfeld kommt im Frühjahr

Weiterer Baustein im Jugend-Park

HESSISCH OLDENDORF. Fleißig sind die Tiefbauer neben der Skateranlage an der Erweiterung des Jugend-Bewegungsparks an der verlängerten Weserstraße zwischen dem Münchhausenring und Bahnübergang am arbeiten. Wenn alles klappt, können sich Sportbegeisterte schon bald dort so richtig ins Zeug legen.

veröffentlicht am 27.11.2021 um 16:00 Uhr

27. November 2021 16:00 Uhr

Peter Jahn
Reporter zur Autorenseite

HESSISCH OLDENDORF. Fleißig sind die Tiefbauer neben der Skateranlage an der Erweiterung des Jugend-Bewegungsparks an der verlängerten Weserstraße zwischen dem Münchhausenring und Bahnübergang am arbeiten. Wenn alles klappt, können sich Sportbegeisterte schon bald dort so richtig ins Zeug legen.

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„Nach Rücksprache mit der ausführenden Firma Gerber wird die Calisthenics-Anlage nächste Woche fertiggestellt und anschließend – natürlich nach entsprechender Abnahme – der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt“, sagt Ellen Pukall, im Rathaus zuständig für Leader-Projekte. „Das Ballspielfeld wird allerdings erst im Frühjahr vollendet werden können“, bedauert sie.

Seit nunmehr sieben Jahren gibt es die Skateranlage südlich des Kreisels an der Weserstraße. Hermann Faust, im Hessisch Oldendorfer Rathaus bis zum Sommer zuständig für Leader-Projekte, hat den Plan für die Erweiterung entworfen. Ebenso wie bisher die Skaterbahn, wird auch die erweiterte Anlage frei für jeden zugänglich sein. Eine Vereinszugehörigkeit braucht man nicht.

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Der Platz soll sowohl Treffpunkt sein als auch die Möglichkeit bieten, sich sportlich zu betätigen. So kann die Anlage von Sportvereinen genutzt werden, wenn Aktionen zur Öffentlichkeitsarbeit und zur Nachwuchswerbung geplant sind. Es können zudem Aktionen für ausgewählte Gruppen mit der Zielsetzung Integration, Inklusion oder Gleichstellung dort angeboten werden. Der Bewegungspark ist barrierefrei zugänglich und deshalb auch für in ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen nutzbar.

Die Calisthenics-Anlage, die Möglichkeiten für jede Art von Körpertraining außer Ausdauersport bietet, sowie das Ballspielfeld sind nicht nur jungen Leuten vorbehalten. Dennoch werden gerade sie wohl die Hauptnutzer sein. Und das ist wichtig für die Höhe der Förderung, die über Leader fließen wird. Das Projekt kostet rund 126 000 Euro. Diese Summe teilen sich die Stadt Hessisch Oldendorf und die EU. 50 Prozent Kostenübernahme über Leader sind bei solchen Maßnahmen üblich. Für die Jugend gibt es über sogenannte Querschnittsziele noch einen Aufschlag um weitere zehn Prozent. Bedeutet in diesem Fall: 74 000 Euro werden über Leader und 52 000 aus dem Stadtsäckel für den multifunktionalen Bewegungspark fließen.

Damit die neue Anlage das Interesse der Jugendlichen trifft, sind diese bei der Planung und soweit möglich auch bei der Realisierung des Projekts eingebunden worden. Die Stadtjugendpflege und Mitglieder des Kinder- und Jugendrates der Stadt Hessisch Oldendorf sowie der Vorstand und Übungsleiter vom VfL Hessisch Oldendorf haben Anregungen gegeben, damit sportfachliche Anforderungen bei Planung und Bau der Anlage berücksichtigt werden.

Für den früheren Stadtjugendpfleger und heutigen Bürgermeister, Tarik Oenelcin, ist das Einbinden der Nutzer ein „ganz wichtiger Ansatz, denn mein Anliegen als Bürgermeister wird es auch weiterhin sein, noch mehr für die Jugend zu tun, Sport und Gesundheit zu fördern. Mit der Freizeitanlage, für die im Rathaus fachbereichübergreifend Heiko Wiebusch, Hermann Faust, die Stadtjugendpflege und Ellen Pukall gearbeitet haben, sind wir weiter auf einem guten Weg“. Wie Bürgermeister Oenelcin sehen Wiebusch, Faust und Pukall in der Erweiterung des Jugend-Bewegungsparks „eine schrittweise Bereicherung für die Innenstadt“.

Neben der bestehenden Skaterbahn entsteht das Ballspielfeld mit Umzäunung. Allerdings kann es im Frühjahr fertiggestellt werden, „da dabei Kunststoff verlegt wird, wozu es beständiger Temperaturen bedarf“, wie Ellen Pukall erklärt. Damit soll es noch nicht genug sein. Nicht vom Tisch sind die Überlegungen, den Jugend-Bewegungspark um eine Kletteranlage zu erweitern und um einem Unterstand zu ergänzen, wie es Hermann Faust bereits angeregt hat. „Es gibt zwar noch keine konkrete Planung, aber dies ist noch nicht aus unseren Köpfen“, betont seine Nachfolgerin Ellen Pukall.