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Acht Stunden Liveprogramm

120 Musiker beim zweiten Jugendmusikfestival Obernkirchen

OBERNKIRCHEN. Insgesamt 120 Musiker, acht Stunden Musik, der Eintritt ist frei: Am Samstag, 6. April, beginnt um 13 Uhr das zweite Jugendmusikfestival in der Stiftskirche. Wir verraten, was euch da erwartet:

veröffentlicht am 22.03.2019 um 12:37 Uhr

Der Schaumburger Jugendchor gibt sich die musikalische Ehre.
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Frank Westermann Redakteur zur Autorenseite

OBERNKIRCHEN. Insgesamt 120 Musiker, acht Stunden Musik, der Eintritt ist frei: Am Samstag, 6. April, beginnt um 13 Uhr das zweite Jugendmusikfestival in der Stiftskirche.

Vor zwei Jahren wurde die Premiere gefeiert, und dass der angekündigte Festival-Nachfolger nicht zwölf Monate später erfolgte, ist einfach zu erklären, sagen Ralf Schönbeck und Harvey Gustedt: „Die Organisation macht eine ganze Menge Arbeit.“ Ein Beispiel: Jede Band kommt mindestens einmal nach Obernkirchen, damit Ralf Schönbeck weiß, wie er am Mischpult den jeweils besten Klang produzieren kann.

Ergotherapeut Gustedt ist, wie man so schön sagt, fest in der musikalischen Szene verwurzelt und hat, wie schon vor zwei Jahren, den Kontakt zu den auftretenden Bands und Künstlern hergestellt. Am einfachsten war es wohl bei den TipTones, denn die Jugendband der Kirchengemeinde Obernkirchen hat Gustedt vor einigen Monaten selbst gegründet.

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Rockig: The Red Circle. Fotos:PR.

Über kirchliche Wurzeln verfügt auch Frühstart, die Musikgruppe der Kirchengemeinde St. Walburga in Porta Westfalica, ihre neuchristlichen Lieder fügten sich schon vor zwei Jahren gut ins Programm ein.

Auch The Parashots waren bei der Premiere dabei, die Mitglieder stehen über ein Dutzend Jahre auf der Bühne, und sie werden am 6. April fraglos erneut das Haus Gottes rocken: Heavy Metal, Hard Rock, Psychedelic Rock, alles wird munter gemischt, und wer zwei Gitarren mitbringt, verfügt über ein echtes musikalisches Druckmittel. Auch The Red Circle dürften eher rockige Töne bevorzugen. Dirty Chucks versprechen einen Liedermaching-Stilmix mit deutschen Texten, oft Satire, immer Unterhaltung, sie werden singen und rappen.

Einen musikalischen Kontrapunkt wird das Chimes Ensemble setzen, weil ihr Name auf das Musikinstrument verweist: Chimes sind verschieden lange Klangstäbe aus Metall, die zusammen als Perkussioninstrument gelten.

Deutlich ruhiger wird es beim Auftritt von Deniz Serbest werden, die Sängerin und Songwriterin aus Nienstädt beeindruckt mit Gitarre und toller Stimme.

Ebenfalls dabei ist die Ratsband Stadthagen, das ist das sinfonische Blasorchester des dortigen Ratsgymnasiums und weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Das gilt auch für das Weserstadt-Pendant: „Ernie‘s Hausband“ ist die Schulband des Gymnasiums Ernestinum. Ihr Repertoire reicht von Evergreens wie „These Boots are made for Walkin‘“ (Nancy Sinatra) und „Hit the Road, Jack“ (Ray Charles) bis hin zu Gänsehautstücken von Led Zeppelin („Stairway to Heaven“) und Gary Moore („Still got the Blues“). Für Freunde des Blues und der Rockklassiker bleiben keine Wünsche offen, versprochen.

Der Schaumburger Jugendchor wird ebenfalls auftreten, und das Programm abrunden wird eine Band, die Harvey Gustedt eigens für diesen Konzertnachmittag ins Leben gerufen hat, weil er fand, dass von den bekannten Musikstilen nur Reggae und Country fehlen würden.

Gustedt wird daher zwischen den Bands ein paar Zwischenspiele geben, Country-Songs der gehobenen Art, das eine oder andere Lied von Johnny Cash dürfte dabei sein. Musiker, die Reggae spielen, hat Gustedt übrigens nicht gefunden, die Lücke bleibt.

Zum Abschluss des Konzertes, am Abend, werden der Jugendchor, die TipTones und Red Circle ab 20 Uhr die Kirche noch einmal gemeinsam rocken, so wie bei der Premiere, als sich mancher die Augen und Ohren rieb, denn Kirche kann auch laut. Gustedt sieht es so: „Wenn die Kirche die Jugend erreichen will, muss sie diesen Weg gehen.“




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