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Aha-Erlebnis auf altem „Hans Reijnders“-Kunstwerk

„Über Kunst muss man auch lachen können“

Obernkirchen. Zwei Wochen lang haben die Teilnehmer des Internationalen Bildhauer-Symposiums Obernkirchen (IOBS) auf dem Kirchplatz geflext, gebohrt, gemeißelt und geschliffen, um ihre kreativen Ideen in beeindruckende, sandsteinerne Kunstwerke umzusetzen.

veröffentlicht am 08.09.2015 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 10:32 Uhr

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Autor:

Michael Werk

Nun ist die zehnte Ausgabe des im Drei-Jahres-Rhythmus ausgerichteten Events zu Ende. Was bleibt sind die von den acht Künstlern erstellten Skulpturen, von denen mindestens eine bereits einen neuen Eigentümer gefunden hat. Außerdem die Erinnerung an ein Kulturereignis, bei dem seitens der Besucher viel gestaunt, fotografiert und diskutiert sowie herzlich gelacht wurde.

Ein großer Spaß war nämlich das Treffen jener „Popo-Models“, die dem niederländischen Bildhauer Hans Reijnders vor 15 Jahren im übertragenen Sinne ihren Hintern zur Verfügung gestellt hatten, damit der renommierte Künstler beim damaligen IOBS anhand der Popöchen Maß für eine mit „Impressions“ („Eindrücke“) betitelte, rustikale Sitzgelegenheit nehmen konnten. Hierzu hatten sich die neun Freiwilligen seinerzeit auf den mehrere Meter langen, tonnenschweren Sandstein-Rohling gesetzt, so dass Reijnders („Über Kunst muss man auch lachen können“) die Konturen ihrer Hintern und Beine anzeichnen konnte, um die so markierten Bereiche anschließend – der jeweiligen Körperform der Models entsprechend – aus dem Stein herauszuarbeiten.

Und jetzt stellte sich nicht nur dem Urheber des an der Ecke Lange Straße / Strullstraße stehenden Kunstwerkes die Frage, ob denn die „Ärsche“ von damals noch in die dazugehörigen Sitzmulden passen. Wobei allerdings schon klar war, dass dies bei Friederike Hobein (24) und Jonathan Adam (17) nicht der Fall sein würde, da die beiden vor 15 Jahren noch Kinder gewesen waren. Bei den anderen Popo-Models aber war offen, inwieweit sich deren Konfektionsgröße möglicherweise verändert hat.

„Hans Reijnders hatte die Idee, zu probieren, ob wir die alle noch einmal zusammen bekommen“, verriet Charlotte Köster, die Vorsitzende des IOBS-Vereins. Zwar habe sie daraufhin „ein bisschen“ recherchieren müssen, wer damals dabei gewesen war, letztlich habe sie aber deren Namen herausgefunden. Und alle seien zu dem jetzigen Treffen gekommen, um bei diesem Spaß mitzumachen, freute sie sich.

Bleibt hinsichtlich der sieben im Jahr 2000 bereits erwachsenen Models zu erwähnen, dass die Zeit augenscheinlich gnädig mit deren Gesäßen umgegangen ist.

Soll heißen: Die in den Sandstein gehauenen Sitzmulden passten immer noch wie angegossen.

Für große Heiterkeit sorgte die gemeinsame Sitzprobe der „Popo-Models“ auf der vor 15 Jahren von dem Künstler Hans Reijnders (vorne rechts) kreierten Sandstein-Skulptur. wk




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