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„Unterlassene Unterhaltung“

Antrag: Gallgattweg und Ringstraße in Teilen sanieren

GELLDORF. Ringstraße und Gallgattweg sollen in Teilen saniert werden, einen entsprechenden Antrag hat der Ortsrat jetzt verabschiedet.

veröffentlicht am 20.03.2019 um 16:08 Uhr
aktualisiert am 20.03.2019 um 16:40 Uhr

Der Gallgattweg soll saniert werden, das hat der Ortsrat Gelldorf beantragt. Foto. rnk
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Frank Westermann Redakteur zur Autorenseite
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Der aus Sicht des Gremiums keineswegs zufriedenstellende Zustand der beiden ist immer mal wieder ein Thema im Ortsrat, jüngst haben sich Ortsbürgermeister Andreas Hofmann sowie Achim Pohl und Dirk Rodenbeck vom Team Gelldorf dort umgesehen, viele Bereiche hätten unter Wasser gestanden, also habe sich die Frage aufgedrängt: was kann man machen?, so Hofmann. Rodenbeck verwies im Ortsrat darauf, dass hier seit drei, vier Jahren der Zustand der Bankette moniert werde, das ist der neben der Fahrbahn befindliche Teil. „Passiert ist nichts“, meint der Gelldorfer und sprach von einer „unterlassenen Unterhaltung“, der schlechte Zustand liege nicht nur an der reinen Nutzung. Selten, so Rodenbeck mit Blick auf die Stadt, habe er mit so viel Sprechen so wenig erreicht wie bei diesen beiden Straßen. Und nein, so nahm er einen möglichen Einwand gleich selbst vorweg, „das ist nicht populistisch, das ist ehrlich“. Wenn er zum Bauhof fahren und dort erzählen könne, „da und da gibt es in der Straße Probleme“, dann würden die Mitarbeiter sofort losfahren und das Problem beseitigen. Aber dieser unbürokratische Weg, so Rodenbeck sinngemäß, sei ja seitens der Stadtverwaltung nicht gewollt. Die Straßen würden seitens der Stadt nicht fachgerecht unterhalten, meinte Rodenbeck, und zog ein ebenso kurzes wie knackiges Fazit: „Das fühlt sich nicht nur falsch an, das ist auch falsch.“

Achim Pohl hatte vor der Sitzung in alten Unterlagen geblättert: 2002 habe man sich hier das erste Mal über die Ringstraße unterhalten, heute sei sie in Bereichen für Fahrradfahrer gefährlich.

Kirsten Battaglia (SPD) verwies auf einen anderen Aspekt: Dass die Straße sich an beiden Seiten senke, das liege an den schweren landwirtschaftlichen Fahrzeugen, für die der Untergrund der Straße einfach nicht gemacht sei, „das muss man ganz klar sehen“. Worauf Hofmann ihr vorwarf, „nicht ganz sauber“ zu argumentieren: Die Biogas-Anlage und die Ställe Pohls habe man außerhalb des Ortes angesiedelt, mit einer Straße, die Pohl nutzen könne und die er auch nutze: „Soll er jetzt für den Unterhalt zuständig sein?“ Rodenbeck setzte sofort nach: Dass die landwirtschaftlichen Maschinen immer größer würden, „das weiß jeder, das ist unstrittig“, meinte er, „aber die Stadt nimmt bereits 20 Prozent mehr Grundsteuer als die Nachbargemeinden. Was soll Pohl denn machen? Soll er die Straße kaufen?“ Rodenbeck wurde grundsätzlich: „Unsere Aufgabe ist es nicht, die Risiken zu sehen, sondern die Chancen und Lösungen. Wenn wir am Ende des Tages 100 Probleme zusammengestellt haben, bringt uns das nicht weiter.“ Battaglia ließ nicht locker: Der Hauptverursacher für den Zustand seien die landwirtschaftlichen Maschinen. Sylvia Brassat vom Team Gelldorf verwies auf die Praxis: Wer auch immer schuld sei, jetzt werde der Ortsrat einen Antrag stellen, Teilabschnitte zu sanieren. Wie Hofmann erklärte, handelt es sich beim Gallgattweg um den Bereich in der Kurve, „das sind vielleicht 150 Meter“. Hofmann regte einen Ortstermin an.




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