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Wer macht mit?

Arbeitsgruppe „Admiral Reinhard Scheer“ tagt nicht öffentlich

OBERNKIRCHEN. Zu einem ersten Treffen der Arbeitsgruppe „Admiral Reinhard Scheer“ lädt die Stadt Obernkirchen für Montag, 4. Februar, 19 Uhr, in den Sitzungssaal des Rathauses ein. Aufgerufen zur Teilnahme sind alle Einwohner. Was steckt dahinter?

veröffentlicht am 23.01.2019 um 16:50 Uhr
aktualisiert am 23.01.2019 um 17:50 Uhr

Die aus dem Jahr 1933 stammende Gedenktafel soll durch eine erläuternde Info-Tafel ergänzt werden. Foto: wk
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Michael Werk Reporter zur Autorenseite

.OBERNKIRCHEN. Zu einem ersten Treffen der Arbeitsgruppe „Admiral Reinhard Scheer“ lädt die Stadt Obernkirchen für Montag, 4. Februar, ab 19 Uhr in den Sitzungssaal des Rathauses ein. Aufgerufen zur Teilnahme sind alle Einwohner, die daran mitwirken möchten, einen erläuternden Text zu formulieren, der über den historischen Namensgeber der hiesigen Admiral-Scheer-Straße informiert.

Zu lesen sein soll jener Text dann auf Hinweistafeln, die an den jeweiligen Straßenschildern angebracht werden. Ebenso soll eine entsprechende Information an Scheers Geburtshaus, dem heutigen Museum für Bergbau und Stadtgeschichte, platziert werden. An der Fassade hängt bereits eine an Scheer erinnernde Gedenktafel aus der Zeit des Nationalsozialismus.

Mit dem Vorhaben folgt die Stadtverwaltung einem Beschluss, den der Rat der Stadt bereits im September vergangenen Jahres gefasst hat, nämlich, den Straßennamen beizubehalten und die Gedenktafel an Ort und Stelle zu belassen, beides aber eben um einen den historischen Kontext erläuternden Hinweis zu ergänzen.

Bei dem nun von der Stadt Obernkirchen geplanten ersten Treffen der Arbeitsgruppe „Admiral Reinhard Scheer“ sollen sich die an diesem Thema interessierten Bürger „zunächst nicht öffentlich austauschen“ können, heißt es in einer Presseinformation der Stadtverwaltung. Wissenschaftlich begleitet werde die Arbeitsgruppe von dem in der Bergstadt lebenden Historiker Karl-Heinz Schneider und dem Leiter des Standortes Bückeburg des Niedersächsischen Staatsarchivs, Stefan Brüdermann. Durch den Ausschluss der Öffentlichkeit wolle man den Bürgern die Gelegenheit geben, sich „ungefiltert“ äußern zu können, „ohne mit ihrer Meinung gleich in die Zeitung zu kommen“, erläuterte Bürgermeister Oliver Schäfer auf Anfrage. Es gebe ja auch Menschen, die keine Erfahrung im Umgang mit Medien haben und sich in einer öffentlichen Veranstaltung vielleicht nicht trauen, etwas zu sagen. Festgelegt werden soll beim ersten Treffen der Arbeitsgruppe der Termin für ein weiteres, dann aber öffentliches Treffen.

Das von der Arbeitsgruppe „Admiral Reinhard Scheer“ zu erarbeitende inhaltliche Ergebnis hat laut Schäfer übrigens keine bindende Wirkung für die Verwaltung. Vielmehr handele es sich um eine Empfehlung an den Ratsausschuss für Bürger und Bildung. Am Ende wird dann der Rat entscheiden, welcher Text auf den erläuternden Hinweistafeln zu lesen sein soll.




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