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Sanierungspläne für Obernkirchen

Aufzug fürs Rathaus und schickere Toilettenhäuschen?

OBERNKIRCHEN. Nach einer langen Debatte wird Wilhelm Mevert grundsätzlich: Das Toilettenhäuschen am Markt versprühe den Charme der Siebzigerjahre, es müsse saniert werden. Dafür werden 35 000 Euro frei. Außerdem könnte das Rathaus einen Aufzug bekommen.

veröffentlicht am 09.12.2018 um 15:03 Uhr
aktualisiert am 09.12.2018 um 16:50 Uhr

Als die Fluchttreppe am Rathaus geplant wurde, stand auch ein Aufzug zur Debatte. Er wurde aus Kostengründen gestrichen. Foto: rnk
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Frank Westermann Redakteur zur Autorenseite
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OBERNKIRCHEN. Nach einer langen Debatte wird Wilhelm Mevert grundsätzlich: Das Toilettenhäuschen am Markt versprühe den Charme der Siebzigerjahre, es müsse saniert werden. „Ich verstehe die Diskussion nicht“, sagt der SPD-Ratsherr.

Dass die Anlage auf den neuesten Stand gebracht werden muss, darüber waren sich die Mitglieder des Ausschusses durchaus einig. Länger diskutiert wurde über den Weg, der beschritten werden soll. Die Ursache ist Geld. Es geht um die im geplanten Haushalt frei werdenden 35 000 Euro. Sie sollten für die Sanierung der Toilettenanlage genutzt werden, befand die SPD – zumal Bürgermeister Oliver Schäfer auf Fördergeld verwies, und auf die Frage von Horst Sassenberg (CDU), wie „realitätsnah“ es sei, dieselben zu bekommen, sinngemäß mit „recht gut“ antwortete.

Aufgekommen war die Idee im Finanzausschuss, der empfohlen hatte, einen Ansatz für die Sanierung der öffentlichen Toiletten am Marktplatz aufzunehmen und 5000 Euro für die Planung eines Fahrstuhls am Rathaus einzusetzen. Sassenberg (CDU) hatte generelle Probleme damit: Natürlich sei er für einen Fahrstuhl, aber jetzt setze man Planungskosten ein, gebe also Geld aus, und entscheide sich am Schluss womöglich dagegen. Das könne nicht der richtige Weg sein. Der Ratsherr erinnerte an eine grob vernarbte Wunde: den Umbau des Rathauses. Damals seien die Kosten, nun ja, nicht aus dem Ruder gelaufen, nicht wirklich deutlich höher als geplant ausgefallen. Bei der Sanierung des Toilettenhäuschens, dem Treffpunkt einer bestimmten Klientel, wie es Sassenberg formulierte, sprach er sich für eine Überprüfung aus, ob nicht auch mit einfachen Mitteln saniert werden könne.

Die Notwendigkeit einer Sanierung, insistierte Mevert, sei gegeben, gerade bei größeren Veranstaltungen. Saniert werden sollte „strapazierfähig“, und ob das nun 20 000 oder 30 000 Euro koste, „das kann ich nicht sagen“. Das müsse überprüft werden.

Haltbar und nachhaltig solle saniert werden, meinte Bernd Kirsch (WIR), wie auf den Anlagen entlang der Autobahn: relativ robust und relativ einfach sauber zu halten. Den Bau eines Aufzugs habe man damals schon bei der Anbringung der Fluchttreppe diskutiert, meinte er. Die entscheidende Frage sei: „Können wir uns das leisten?“

Heinrich Struckmeier (CDU) verwies auf den angedachten Umbau des Aldi-Gebäudes am Bornemann-Platz. Dann brauche man keinen Aufzug. Auch der Bürgermeister schaltete sich in die Debatte ein. Die vorhandene Toilettenanlage „sollte nicht unser Anspruch sein“, meinte Schäfer. Eine Sanierung mit Keramik ergebe keinen Sinn, wenn mit Edelstahl gearbeitet werde, sehe es meist „am unbeschädigsten“ aus.

Ingenieur Volker Wehmeyer nahm noch einmal den Aufzug in den Blick: Man brauche keine Planungskosten von 5000 Euro. „Es gibt günstigere Lösungen.“




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