weather-image
29°
Heißer Schmuck und sinnliches Sortiment bei der Herbstausstellung in „Minnas Haus“

Bei 800 Grad entstehen Perlen aus Glas

Obernkirchen (wk). Ein bunt gemischtes Angebot hat es bei der Herbstausstellung in Minnas Haus gegeben: farbenfrohe Patchworktaschen und schwedische Wendemützen luden genauso zum Staunen ein wie puttenhafte Keramikengel, realistische Malerei und skurrile Illustrationen.

veröffentlicht am 14.11.2010 um 17:14 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 05:22 Uhr

Mit einer 800 Grad Celsius heißen Flamme bringt Astrid Förster G

„Herbstgeflüster in Minnas Haus – Kleines und Feines aus Künstlerhand“ war das Motto der zweitägigen Gemeinschaftsausstellung, zu der die Hausherrin, die Vehlener Künstlerin Gudrun-Sophie Frommhage-Davar, einige befreundete Hobby-Kunsthandwerkerinnen eingeladen hatte.

Ein geradezu sinnliches Erlebnis bot die „Seifonie“ von Elke Ellermann und Almuth Kreft. Wie der Name ihrer Unternehmung vermuten lässt, präsentierten die beiden Damen aus Hille ein herrlich duftendes Sortiment an handgemachten Seifen in mitunter recht ungewöhnlichen Duftnoten. So gab es außer dem klassischen Rosenduft auch Varianten, die nach Kaffee, Marzipan oder auch Zimt rochen.

„Alle Seifen werden ausschließlich aus natürlichen Zutaten hergestellt, also ohne Konservierungsstoffe und Chemie“, versicherte Elke Ellermann.

Heiß her ging es, wenn Astrid Förster aus Hespe ihren Gasbrenner anwarf, um den Besuchern einen Einblick in die Produktion ihrer bunten Glasperlen zu geben: Bei einer Temperatur von rund 800 Grad Celsius schmolz sie farbige Glasstäbchen und wickelte die entstehende flüssige Masse so lange um einen mit Kalk bestrichenen Dorn, bis eine Kugel in der gewünschten Größe entstanden war. In einem weiteren Arbeitsschritt verzierte sie diese noch einfarbigen Glasperlen beispielsweise durch geschicktes Auftupfen eines andersfarbigen, angeschmolzenen Stäbchens, um dadurch kleine Punkte auf der Perle zu erzeugen.

Die fertigen Endprodukte wurden schließlich in einer Metalldose mit einem speziellen, pulverartigen Dammstoff über mehrere Stunden langsam auf Raumtemperatur abgekühlt, um ein Platzen der Glasperlen zu vermeiden.

Des Weiteren stellten noch zahlreiche andere Künstler aus wie Stefanie Agbodjan (Minden), Antje Langner (Seggebruch), Kerstin Bodirsky (Wallenstedt) und Uta Melletat (Erfurt).

Mehr Artikel zum Thema
Anzeige
Kommentare