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Zielgerichtete Angebote

Berufsmesse an der IGS für drei Klassenstufen

OBERNKIRCHEN. Mit einem neuen Konzept geht die nächste Berufsmesse an der IGS am kommenden Mittwoch an den Start: Drei Klassenstufen nehmen teil, und die Schüler haben viel Zeit, um die Firmenvertreter zu ihren Ausbildungsangeboten mit Fragen zu löchern.

veröffentlicht am 06.02.2019 um 16:31 Uhr

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Autor

Frank Westermann Redakteur zur Autorenseite
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Zum Schluss hat noch eine Firma aus Minden nachgefragt, doch die Anmeldefrist war längst abgelaufen, daher musste die IGS Obernkirchen mit Bedauern absagen. An Anbietern mangelt es der Ausbildungsmesse am kommenden Mittwoch jedenfalls nicht: Von der Polizei Niedersachsen über die Rintelner Lebenshilfe und das ebenfalls in der Weserstadt angesiedelte Hotel Waldkater bis hin zu den örtlichen Unternehmen wie der Firma Bornemann und dem Sandsteinbruch wollen knapp 30 Unternehmen aus der nahen und weiten Region den künftigen Schulabgängern von 9.35 bis 15.30 Uhr die schönen Seiten ihres Ausbildungsberufes näherbringen.

Die jüngsten Ausbildungsmessen „waren nicht unbedingt zielführend für die Schüler“, sagt Lehrerin Agnes Le Lan und nennt als Beispiel die große Ausbildungsmesse, die es regelmäßig in Stadthagen gibt: Die Schüler hätten zu wenig Zeit für intensive Gespräche gehabt, zudem sei der Andrang zu groß gewesen.

Bei der IGS-Berufsmesse soll es mehr Zeit geben, und erstmalig wird sie für die Jahrgänge der achten bis zehnten Klassen angeboten. Die Schüler wurden im Vorfeld abgefragt, welche Firmen sie besuchen möchten. Es wird jeweils drei Zeitfenster zu jeweils 20 Minuten geben, in denen die Schüler in Kleinstgruppen im Klassenraum gezielt mit Firmenvertretern sprechen und sich die jeweiligen Angebote erläutern lassen können. So werde sichergestellt, sagt Agnes Le Lan, dass die Kinder nicht Firmen zugeteilt würden, „mit denen sie nichts anzufangen wissen“.

Die Berufsmesse wird für die Klassen gestaffelt angeboten. Man müsse zwischen den Jahrgängen unterscheiden, erklärt die Lehrerin. Während die Schüler der achten Klassen vor ihrem ersten Praktikum stehen würden, seien die Schüler der neunten und vor allem der zehnten Klassen in ihrer Berufsplanung viel konkreter. „Hier sind“, so Le Lan, „die Weichen mit Blick auf den künftigen Beruf vielfach schon gestellt.“

Auch das E-Center Obernkirchen nimmt an der Berufsmesse teil. Man habe bei der Suche nach Azubis generell in der Branche mit zwei Problemen zu kämpfen, erklärt Inhaberin und Geschäftsführerin Daniela Künneke: Einmal wären da die Arbeitszeiten – von 6 Uhr morgens bis 21.30 Uhr am Abend, sechs Tage die Woche. Und zweitens das gängige, aber falsche Bild des Dosendrehers, der von morgens bis abends in den Regalen die Konserven mit dem Etikett nach vorne psoitioniere. Künneke weist auf Fortbildungs-, Zusatz- und Fachschulungen hin, denn man müsse Lebensmittel schon sehr gut kennen: „Schließlich verkaufen wir nicht ein Produkt, sondern Genuss.“

Polizeioberkommissarin Swintha Burmester ist im Kommissariat Bückeburg unter anderem für die Nachwuchswerbung zuständig. Sie wird als Ansprechpartnerin in der IGS vor Ort sein. „Die zehnte Klasse beenden und sofort bei der der Polizei mit der Ausbildung beginnen, das ist eher nicht möglich“, erklärt Burmester. „Unsere Messlatte ist relativ hoch.“ Sie kann den IGS-Abgängern den weiteren Weg zur Polizei aufzeigen: Realschulabschluss, Bewerbung, Einstellungstest, Fachhochschulreife.

Übrigens: Für die Mindener Firma fand sich zwar kein Messe-Stand in der IGS mehr, aber ihre Ausbildungsplätze werden an diesem Tag ausgelegt.




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