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Sieben Fahrer müssen mit Fahrverbot rechnen / 75 Tempo-Sünder erwischt

Blitze am Unfallschwerpunkt

KRAINHAGEN. Eine Spezialeinheit der Polizei Nienburg hat am Dienstag auf der Kreisstraße 10 am Unfallschwerpunkt bei Krainhagen Tempo-Kontrollen durchgeführt. Das Ergebnis überraschte selbst die erfahrenen Beamten. Sieben Fahrern droht ein Fahrverbot.

veröffentlicht am 19.03.2019 um 18:58 Uhr
aktualisiert am 19.03.2019 um 19:40 Uhr

Gerd Hildewerth von der Polizei Nienburg bringt die Kamera des Messgerätes in Position. Ein Sensorgerät ermittelt die Geschwindigkeit der Fahrzeuge. Foto: leo
Leonhard Behmann

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KRAINHAGEN. Eine Spezialeinheit der Polizei Nienburg hat am Dienstag auf der Kreisstraße 10 am Unfallschwerpunkt bei Krainhagen Tempo-Kontrollen durchgeführt. Das Ergebnis überraschte selbst die erfahrenen Beamten.

Sieben Fahrern droht ein Fahrverbot. Am Vormittag hatten die Verkehrsfahnder ein sogenanntes ESO-Messgerät an der Winternstraße vor dem Bahnübergang aufgestellt. Ein Sensorgerät, eine Kamera und ein Blitzgerät wurden am Straßenrand platziert. Immer wieder war es auf der kaputten und kurvigen Straße zu Unfällen gekommen (wir berichteten). Aufgrund des schlechten Straßenbelages gilt auf dem Abschnitt Tempo 30.

Der Blitzer ermittelt die exakte Geschwindigkeit der Fahrzeuge mit Lichtschranken. „Drei Sensoren messen die Zeit zwischen dem Durchfahren der Lichtschranken. Das System errechnet dann die gefahrene Geschwindigkeit“, erklärt Gerd Hildewerth. Der Messbeamte sitzt in einem VW-Transporter und bekommt blitzschnell die Bilder der Temposünder auf ein Display geschickt. Zusätzlich sieht er auch die gemessenen Geschwindigkeiten der Fahrzeuge. Über Funk gibt er die Kennzeichen der Raser dann an ein Kontrollteam weiter.

Achtung Kontrolle! Polizeibeamte stoppen die Raser auf der Kreisstraße 10. Foto: leo

Seine Kollegen haben sich ein paar Hundert Meter weiter aufgestellt. Mit der Anhaltekelle zieht ein Hauptkommissar einen Sünder aus dem Verkehr. Das Team der sogenannten Verfügungseinheit blitzt an diesem Tag 75 Fahrzeuge, deren Fahrer zu schnell waren. Allerdings werden nur die Fahrer, die mehr als 18 km/h zu schnell waren, von den Polizisten geblitzt. „Wir haben bei geringeren Verstößen ein Auge zugedrückt. Außerdem hätten die Beamten dann mehr Schnellfahrer erwischt, als sie hätten stoppen können“, sagt Hauptkommissar Axel Bergmann.

In sieben Fällen waren die Fahrer so schnell, dass sie ihren Führerschein für einen Monat abgeben müssen. Darunter auch der Fahrer eines Linienbusses. Der Spitzenreiter war ein Mann, der mit 71 km/h deutlich zu schnell war. Die Beamten schrieben zudem 33 weitere Anzeigen. In 35 Fällen beließen es die Beamten bei einem Verwarngeld.




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