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Integrationspreis für Unternehmen

Bundesweite Auszeichnung für „Breitner CleanTeam“:

OBERNKIRCHEN. Das Engagement zur Integration von Menschen unterschiedlicher Herkunft und Qualifikation ist bei „Breitner CleanTeam“ bundesweit herausragend. Für den Vorbildcharakter erhielt Geschäftsführer Wolfgang Breitner den „Integrationspreis 2018“ des Bundesinnungsverbandes des Gebäudereiniger-Handwerks (BIV).

veröffentlicht am 05.12.2018 um 15:56 Uhr
aktualisiert am 05.12.2018 um 16:50 Uhr

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OBERNKIRCHEN. Das Engagement zur Integration von Menschen unterschiedlicher Herkunft und Qualifikation ist bei „Breitner CleanTeam“ bundesweit herausragend. Für seinen Vorbildcharakter wurde Geschäftsführer Wolfgang Breitner jetzt mit dem „Integrationspreis 2018“ des Bundesinnungsverbandes des Gebäudereiniger-Handwerks (BIV) ausgezeichnet. Für die Jury sei bei dem mittelständischen Unternehmen aus Obernkirchen spürbar gewesen, dass die Integration im gesamten Unternehmen stattfindet und von der Führungskraft vorgelebt und im Alltag vollzogen wird.

Bereits seit der Firmengründung 1996 arbeiten in dem mittelständischen Unternehmen Menschen mit ausländischen Wurzeln. Für Breitner ist dies eine gesellschaftliche Verantwortung und eine Notwendigkeit, um qualifizierte Mitarbeiter zu beschäftigen. Hautfarbe, Religion, Herkunft oder Kultur spielen bei ihm keine Rolle, sagt er: „Wichtig ist für uns ausschließlich, dass Mitarbeiter ihre Arbeit zuverlässig und kompetent ausführen.“ Sechs Mitarbeiter ohne deutsche Staatsangehörigkeit arbeiten bei „Breitner CleanTeam“ zurzeit, zwei machen eine Ausbildung zum Gebäudereiniger.

In vielen Unternehmen arbeiten bereits Menschen mit ausländischen Wurzeln. Von insgesamt 650 000 Beschäftigten im Gebäudereiniger-Handwerk haben knapp 25 Prozent einen Migrationshintergrund. Das sind rund 150 000 Mitarbeiter aus mehr als 100 Nationen. Breitner: „Die meist negative öffentliche Darstellung und Wahrnehmung der Flüchtlinge ist aus meiner Sicht völlig falsch. Es hat sich gezeigt, dass diese Menschen arbeiten und sich integrieren wollen. Man muss ihnen nur eine Chance geben und ihre Kultur und ihre Religion respektieren. Genau das machen wir.“

Für Breitner geht Integration weit darüber hinaus. Integration bedeutet für ihn, Menschen mit Behinderung am Arbeitsleben teilhaben zu lassen und jungen, alleinerziehenden Frauen einen Ausbildungsplatz zu ermöglichen. „Breitner CleanTeam“ war eines der ersten Unternehmen in der Branche, die eine Teilzeitausbildung anbot. Ein Erfolgsprojekt.

Natalie Hergert war die erste Frau, die dies umsetzte. Heute hat die alleinerziehende Mutter von drei Kindern neben der Gesellenprüfung auch noch die Meisterprüfung mit Erfolg bestanden.

Dieser Ausbildungsmöglichkeit wird in der Branche nur wenig Beachtung geschenkt. Dabei stellen Frauen mit rund 80 Prozent das Gros der Mitarbeiter. „Umso wichtiger ist es, als Arbeitgeber Frauen die Chance zu ermöglichen, Familie und Beruf zu vereinbaren. Das nicht zu machen, ist ein Versäumnis“, betont Breitner. Organisatorisch sei dies gut zu bewältigen und der Geschäftsführer gewinne darüber hinaus qualifizierte Mitarbeiterinnen, die auch dringend benötigt würden.

„Für eine erfolgreiche Integration ist eine Flexibilität im Denken wichtig“, erklärt Breitner. In alten Strukturen festzuhängen, würde wirtschaftliches Wachstum blockieren. Möglich ist dies alles aber nur, wenn die Führungskräfte dahinterstehen. Sie müssen das Selbstverständnis vorleben. Breitner formulierte es so: „Nur wenn die Mitarbeiter als gut funktionierendes Team zusammenarbeiten, dann können wir auch wachsen.“




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