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„Wir haben deutlich aufgestockt“:

Christopher Konczak und Nadine Scholz leiten die Löschzwerge

OBERNKIRCHEN. Vor einem halben Jahr haben sie ihre Ämter angetreten, aber Christopher Konczak und Nadine Scholz sehen sich nicht als Leiter und Stellvertreter, sondern als: ein Team.

veröffentlicht am 24.10.2018 um 16:43 Uhr
aktualisiert am 24.10.2018 um 17:30 Uhr

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Frank Westermann Redakteur zur Autorenseite
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Und seitdem das Team die Leitung der Löschzwerge, also der Feuerwehrkinder im Alter von sechs bis zehn Jahren übernommen haben, weht ein frischer Wind, der sich auch in den Zahlen niederschlägt: 18 Mitglieder sind bei den Löschzwergen dabei, „wir haben deutlich aufgestockt“, erzählt Scholz, man habe nach der Übernahme der neuen Ämter kräftig geworben, das habe sich ausgezahlt.

Ein Jahr hatte Scholz zuvor als Betreuerin bei den Löschzwergen mitgemacht, anschließend wurde sie gefragt, ob sie nicht die Leitung übernehmen wolle, weil im Amt ein Wechsel anstand. Das wollte und konnte sie nicht, erklärt sie, sie ist berufstätig, und Mutter zweier Kinder. Daher hat sie, eher scherzhaft, Konczak gefragt: Willst Du das nicht machen?

Gute Idee, befand Konczak, und nachdem sich die beiden auf eine Limonade im „Pfeffer & Salz“ getroffen und gemerkt haben, die Chemie, die stimmt, war beiden klar: „Wir machen das.“ Lange musste Konczak nicht überlegen, er ist heute fast 20 Jahre in der Feuerwehr, darunter drei Jahre bei den Kameraden in Müsingen. Tatkräftig unterstützt werden sie von fünf Betreuern.

„Es geht heute bergauf“, sagt Scholz, die mit dem stellvertretenden Ortsbrandmeister verheiratet ist. Nachdem vor gut zehn Jahren ein Höhepunkt erreicht worden sei, sei einiges bei den Diensten eingeschlafen, das wollen beide spürbar ändern. Denn die Löschzwerge, das ist die Zukunft der Feuerwehr – dort wird spielerisch ausgebildet, was in Jahren die Wehren stärken sollen.

Dafür wurden die Kinderwehren einst auch ins Leben gerufen: Zuvor gab es nur die Jugendwehren, in die Mädchen und Jungen ab zehn Jahren eintreten konnten, aber in diesem Alter haben sich Jugendliche laut Scholz sehr oft schon für andere Vereine entschieden, für die Feuerwehr waren sie damals verloren: „Mit zehn Jahren ist der Zug abgefahren.“

Also haben Scholz und Konczak Flyer drucken lassen, die sie verteilt haben, sie haben die Kindertagesstätten besucht und zum Gegenbesuch eingeladen, bei dem sie dann alles aufgefahren haben, was die Feuerwehr den Kleinsten bieten kann. Scholz: „Es gab kleine Einlagen, aber mit Herz, eben genau so, wie wir unsere Samstage auch organisieren.“

Dass sich die Löschzwerge jeden zweiten Samstag treffen, um Ausflüge zu machen, Fußball zu spielen oder sich mit der Arbeit der Feuerwehr vertraut zu machen, ist hilfreich, denn die anderen Wochentage sind oft schon verplant – Stichwort: Ganztagsschule. Aber am Samstag ist die Konkurrenz nicht ganz so groß. Und man muss sich auch nicht sofort entscheiden, ob man bei den Löschzwergen mitmachen möchte, zurzeit gibt es noch zwei Schnuppermitglieder.

Beim letzten Treffen haben sich die Nachwuchsbrandschützer zum Beispiel ausgiebig mit dem Feuer und dem, was es anrichtet, befasst: Wie schnell es sich ausbreitet, wie Materialien reagieren, (manchmal langsam, manchmal furchtbar schnell), anschließend haben die Kinder Fußball gespielt – das stärke das Gemeinschaftsgefühl.

Die Arbeit, sagt Konczak, mache Spaß, was natürlich auch an den Kindern liege: „Sie kommen ja, weil sie lernen wollen.“ Und manchmal, sagt er noch, sei es schon schwer, ihnen noch etwas Neues beizubringen. Im nächsten Jahr, erzählen Scholz und Konczak noch, werden mehrere Kinder von den Löschzwergen in die Jugendwehr übertreten.

Für Fragen stehen Konczak unter Telefon (01 51 ) 15 22 52 58 und Scholz unter der Nummer (01 62) 3 30 22 61 zur Verfügung.




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