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Linke Tasche, rechte Tasche

Darf bei der Wehr gefeiert werden? Und wenn ja, von wem?

VEHLEN. Darf in den Räumen der Feuerwehr gefeiert werden? Und wenn ja, wer darf dort hinein? Die Vereine aus der gesamten Bergstadt? Oder nur die aus dem Ort? Und muss für die Nutzung gezahlt werden?
Fragen, denen sich der Ortsrat widmen durfte, weil das Thema grundsätzlich geklärt werden sollte.

veröffentlicht am 22.03.2019 um 13:48 Uhr
aktualisiert am 22.03.2019 um 16:30 Uhr

So soll es sein: sauber und ordentlich in den Räumen der Feuerwehr. Foto: rnk
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Autor

Frank Westermann Redakteur zur Autorenseite
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VEHLEN. Darf in den Räumen der Feuerwehr gefeiert werden? Und wenn ja, wer darf dort hinein? Die Vereine aus der gesamten Bergstadt? Oder nur die aus dem Ort? Und muss für die Nutzung gezahlt werden?

Fragen, denen sich der Ortsrat widmen durfte, weil das Thema grundsätzlich geklärt werden sollte. Ortsvorsteher Horst Lahmann (SPD) berichtet von einem Gespräch mit Feuerwehr-Chef Christoph Schuster, der zugleich Ratsherr der CDU ist und an diesem Sitzungsabend entschuldigt fehlte. In dem Gespräch hatte der oberste Blaurock seine Ansicht deutlich dargelegt : Wenn dort gefeiert werde, dann nur von den örtlichen Vereinen. Und das letzte Wort habe immer die Feuerwehr. Das, ließ Schuster ausrichten, habe er mit seinem Kommando so besprochen.

Eigentlich soll in Vehlen in der sanierten Dorfgemeinschaftsanlage gefeiert werden, dort gibt es das entsprechende Mobiliar samt Nutzersatzung und Gebührenordnung.

Für eine alternative Nutzung der Feuerwehrräume standen schnell Zahlen im Raum: 25 Euro für die Säuberung, 30 Euro für Strom und Heizung, zu zahlen an die Stadt, die aber damit kein Geld verdienen würde, wie Kämmerer Helmut Züchner dem Ortsrat sogleich versicherte und vorrechnete: Bei einer dreimaligen Nutzung im Jahr wären dies 165 Euro. Geld also, das den Haushalt weder sanieren noch die Stadt in den endgültigen Pleitenabgrund stoßen werde.

Heiko Mevert (SPD) stimmte zu: Drei Veranstaltungen im Jahr, „das bringt es auch nicht“. Zumal sich die Vereine über Mittelanträge diese Summen quasi über die Hintertür zurückholen könnten, war sich der Ortsrat einig, getreu dem Motto „Linke Tasche, rechte Tasche“. In der Frage, ob eine „Kostenneutralität“ für die Vehlener Vereine entstehe, sei er „leidenschaftslos“, meinte Mevert.

Gerhard Wiemann (SPD) sah es so: Er finde es nicht gut, Nutzungsgebühren einzuführen, und das Gremium schloss sich dieser Ansicht nach entspannter Debatte an: Vehlener Vereine dürfen rein, gezahlt werden muss nichts.

Und die Feuerwehr hat natürlich das letzte Wort.

Züchner hatte mit dem letzten Teil des Beschlusses überhaupt kein Problem: Die Nutzung durch die Wehr stehe an erster Stelle, „dafür ist es eben das Feuerwehrgerätehaus“, und man müsse ja auch mal das Ehrenamt sehen und die Stunden, die sich die Kameraden freiwellig ans Bein binden würden.




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