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„Wir haben deutlich aufgestockt“: Christopher Konczak und Nadine Scholz leiten die „Löschzwerge“

Das Team

OBERNKIRCHEN. Seit Christopher Konczak und Nadine Scholz die Leitung der Löschzwerge, der Feuerwehrkinder von sechs bis zehn Jahren, übernommen haben, sind es inzwischen 18 Mitglieder. Grund dafür ist nicht zuletzt, dass beide intensiv um den Nachwuchs geworben haben.

veröffentlicht am 24.10.2018 um 15:34 Uhr

Stellvertreterin Nadine Scholz und Leiter Christopher Konczak müssen dafür sorgen, dass in Jahrzehnten genügend aktive Mitglieder zur Verfügung stehen. Foto: rnk
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Frank Westermann Redakteur zur Autorenseite
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OBERNKIRCHEN. Vor einem halben Jahr haben sie ihre Ämter angetreten, aber Christopher Konczak und Nadine Scholz sehen sich nicht als Leiter und Stellvertreter, sondern als: ein Team.

Und seitdem das Team die Leitung der Löschzwerge, der Feuerwehrkinder von sechs bis zehn Jahren übernommen haben, weht ein frischer Wind, der sich auch in den Zahlen niederschlägt: 18 Mitglieder sind bei den Löschzwergen dabei, „wir haben deutlich aufgestockt“, erzählt Nadine Scholz, man habe nach der Übernahme der neuen Ämter kräftig geworben, das habe sich ausgezahlt.

Ein Jahr hat Nadine Scholz zuvor als Betreuerin bei den Löschzwergen mitgemacht, anschließend wurde sie gefragt, ob sie nicht die Leitung übernehmen wolle, weil im Amt ein Wechsel anstand. Das wollte und konnte sie nicht, erklärt sie, sie ist berufstätig, und Mutter zweier Kinder. Daher hat sie, eher scherzhaft, Christoph Konczak gefragt: Willst Du das nicht machen?

Gute Idee, befand Konczak, und nachdem sich die beiden auf eine Limonade im „Pfeffer &Salz“ getroffen und gemerkt haben, die Chemie, die stimmt, war beiden klar: „Wir machen das.“ Lange musste Konczak nicht überlegen, er ist heute fast 20 Jahre in der Feuerwehr, darunter drei Jahre bei den Kameraden in Müsingen.

Tatkräftig unterstützt werden sie von fünf Betreuern.

„Es geht heute bergauf“, sagt Nadine Scholz, die mit dem stellvertretenden Ortsbrandmeister verheiratet ist. Nachdem vor gut zehn Jahren ein Höhepunkt erreicht worden sei, sei einiges bei den Diensten eingeschlafen, das wollen beide spürbar ändern. Denn die „Löschzwerge“, das ist die Zukunft der Feuerwehr; hier wird spielerisch ausgebildet, was in Jahren die Wehren stärken sollen.

Dafür wurden die Kinderwehren einst auch ins Leben gerufen: Zuvor gab es nur die Jugendwehren, in die ab zehn Jahren eingetreten werden konnte, aber in diesem Alter haben sich Jugendliche sehr oft schon für andere Vereine entschieden, für die Feuerwehr waren sie damals verloren; „mit zehn Jahren“, sagt Nadine Scholz, „ist der Zug abgefahren.“.

Also haben Scholz und Konczak Flyer drucken lassen, die sie verteilt haben, sie habe die Kindertagesstätten besucht und zum Gegenbesuch eingeladen, bei dem sie dann alles aufgefahren haben, was die Feuerwehr den Kleinsten bieten kann, „es gab kleine Einlagen, aber mit Herz“, sagt Nadine Scholz, „eben genau so, wie wir unsere Samstage auch organisieren.“

Dass sich die Löschzwerge jeden zweiten Samstag treffen, um Ausflüge zu machen, Fußball zu spielen oder sich mit der Arbeit der Feuerwehr vertraut zu machen, ist hilfreich: Denn die anderen Wochentage sind oft schon verplant, Stichwort: Ganztagsschule, aber am Samstag ist die Konkurrenz nicht ganz so groß. Und man muss sich auch nicht sofort entscheiden, ob man bei den Löschzwergen mitmachen möchte, zurzeit gibt es noch zwei Schnuppermitglieder.

Beim letzten Treffen wurde sich übrigens ausgiebig mit dem Feuer und dem, was es anrichtet, befasst: Wie schnell es sich ausbreitet, wie Materialien reagieren, (manchmal langsam, manchmal furchtbar schnell), anschließend wurde Fußball gespielt, das stärkt das Gemeinschaftsgefühl.

Die Arbeit, sagt Konczak, mache Spaß, was natürlich auch an den Kindern liege: „Sie kommen ja, weil sie lernen wollen.“ Und manchmal, sagt er noch, sei es schon schwer, ihnen noch etwas Neues beizubringen. Im nächsten Jahr, erzählen Scholz und Konczak noch, werden mehrere Kinder von den Löschzwergen in die Jugendwehr übertreten.

Wer Fragen habe, sagt das Duo beim Abschied, möge sie einfach anrufen: Christopher Konczak ist unter 01 51 /15 22 52 58 erreichbar, Nadine Scholz unter der Nummer 01 62 / 330 22 61.




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