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Deutsch-englischer Text und über 500 Fotos: Druckfrisches Buch erzählt zehn Jahre IOBS-Geschichte

Der Bildband zum Symposium ist da

Obernkirchen. Darauf haben nicht nur Freunde der Steinmetzkunst gewartet: „Bildhauer bei der Arbeit“ heißt ein fast 90 Seiten starkes broschiertes Buch, welches das Internationale Obernkirchener Bildhauersymposium (IOBS) zum Zehnjährigen des Events herausgegeben hat und das ab sofort erhältlich ist.

veröffentlicht am 29.08.2015 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 10:32 Uhr

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Autor:

Thomas Wünsche

Die von ihrer Optik an Sandstein erinnernden Seiten tragen einen deutsch/englischen Text. Das Buch, Auflage 1000 Exemplare, ist in erster Linie eine Fotodokumentation mit fast 530 (!) Abbildungen. Zu sehen sind aber nicht nur Bildhauer bei der Arbeit, sondern auch beim Art-Shopping im Stift und beim Entspannen im Trafohaus.

Die Bilder stammen von Volker Wybranietz, der Schaumburger Zeitung, dem IOBS und Freunden des Symposiums. Für den Text zeichnen Rolf Bernd de Groot († 2013) und Frank Westermann verantwortlich; die Übersetzung ins Englische hat Poul Erik Mark Larsen besorgt.

Besonders schön: Dem Werk ist ein Zeitstrahl vorangestellt, der die Bildhauer der zehn Symposien von 1988 bis 2015 samt Herkunftsländern und in Obernkirchen geschaffenen Werken auflistet – darunter auch diejenigen acht, die aktuell auf dem Kirchplatz meißeln.

In seinem Grußwort spürt Ehrenbürgermeister Adolf Bartels der Frage nach, woher das große Interesse am Symposium stammt – und liefert diese überzeugende Antwort: „Unser Alltag ist geprägt von Produkten hoch entwickelter Technik und von Automaten. Es fällt uns schon kaum mehr auf, dass eine zwar beinahe perfekte, aber eben doch von Massenfertigung gekennzeichnete maschinell erzeugte Warenpalette den Bedarf in allen Lebensbereichen abdeckt.“ Gleichförmigkeit drohe, Individualismus zu verdrängen. „Vielleicht“, so Bartels weiter, „bildet aber gerade diese Gleichmacherei die Ursache dafür, dass die Freude an künstlerischen Arbeiten und das Beobachten der Künstler das Symposium bei vielen Menschen so beliebt macht.“

Auf eine kurze Erläuterung der Geschichte und Besonderheit des in Obernkirchen gebrochenen Sandsteins folgt eine Würdigung der Beziehung, die das IOBS insbesondere zur Bildhauerei Japans und Zimbabwes entwickelt hat; dafür stehen zum einen die Künstler Keizo Ushio, Isamu Fujimoto und Hiryuko Asano und zum anderen Tutani Mgbazi und Gideon Gomo. Breiten Raum nehmen ferner die deutschen und allen voran die schaumburg-lippischen Bildhauer ein.

Alphabetisch sortierte und kurz angerissene Kopfporträts sämtlicher Bildhauer beschließen den Fotoband; sie machen es dem Betrachter leicht, auf die Schnelle seinen ganz persönlichen Favoriten zu finden und mit seinen in der Bergstadt stehenden Statuen zu identifizieren.

Bezugsquelle: „Bildhauer bei der Arbeit“ ist im Museum für Bergbau und Stadtgeschichte direkt am Marktplatz und in der Info-Galerie, Friedrich-Ebert-Straße 14, zu bekommen. Es kostet – nur – 10 Euro.




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