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In der Spitze 50 Helfer

Die Saison kann kommen: Erster Arbeitseinsatz im Freibad

OBERNKIRCHEN. 50 Helfer in der Spitze beim ersten Einsatz im Sonnenbrinkbad: Bei der Grundreinigung fehlt es nicht an helfenden Händen. Vor allem Jugendliche engagieren sich.

veröffentlicht am 31.03.2019 um 16:16 Uhr
aktualisiert am 31.03.2019 um 16:50 Uhr

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Frank Westermann Redakteur zur Autorenseite
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OBERNKIRCHEN. Früher, als der Winter noch mit Minustemperaturen, mit Eis und Schnee verbunden war, hätte der erste Blick in einem Freibad nach dem Ablaufen des Wassers den Fliesen gegolten: In welchen Zustand sind sie, welche Schäden hat der harte Winterfrost hinterlassen?

Den kritischen Blick kann sich der Förderverein Sonnenbrinkbad beim ersten Einsatz in der neuen Saison eigentlich schenken, denn die drei Monate vor Frühlingsbeginn waren bekanntlich vieles, nur nicht winterlich. Und auch der erste Augenschein im Sonnenbrinkbad zeigt: keine offensichtlichen Schäden.

Dennoch soll am heutigen Montag das Bad abgeklopft werden, ob nicht doch die eine oder andere Blaukachel ausgetauscht werden muss. Ein zweiter prüfender Blick gilt der Einfassung des Bades, dem Fliesenrand also, der schon im letzten Jahr ausgetauscht werden sollte; vielleicht, so Oliver Schäfer als Vorsitzender des Fördervereins, kann das noch vor der neuen Saison erfolgen, in den nächsten drei Wochen, man muss gucken, was zeitlich geht, sagt er.

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Schäfer ist am Samstag um 12 Uhr zufrieden, drei Stunden Einsatz liegen hinter ihm und den Helfern, vor allen das Bad wurde grundgereinigt. In der Spitze, schätzt Schäfer, waren 50 Helfer im Bad beschäftigt, den ganzen Morgen ein einziges Kommen und Gehen, und die überwiegende Zahl der Ehrenamtlichen ist im jugendlichen Alter, aus dieser Gruppe wird ein Großteil der Aufsicht in der kommenden Saison rekrutiert. Wenn man so möchte: Die Abstimmung mit den Füßen macht Mut, der Rückhalt für das Bad ist grundsätzlich vorhanden.

Warum wird nicht früher geöffnet, warum beginnt die neue Saison erst Ende April? Das hat unterschiedliche Gründe, sagt Schäfer. Zum einen kann man den ersten Einsatz der Helfer nicht viel früher legen, „das geht nicht“, dann folgen die Reparaturen, es wird das Wasser eingelassen, das dauert vier bis fünf Tage, dann kommt schon Ostern und damit eine Zeit, in der die Helfer nicht arbeiten würden. Und wenn die Wärme für die Schule benötigt würde, könne das Bad nicht die Erwärmung voll hochfahren, und zudem muss man mit einem Budget der Stadt von 120 000 Euro auskommen. Wenn alles prima klappe, sagt Schäfer, wenn alles reibungslos und wie am Schnürchen laufe, dann sei ein grundsätzlicher Öffnungstermin um den 20. April möglich, „das spielt alles mit rein“. In 2019 störe der Ostertermin.

Die Eintrittspreise ändern sich nicht, der Modus wird ebenfalls beibehalten: Saisonkarten gelten nur bis zwei Wochen vor der Schließung, die letzten 14 Tage müssen Einzelkarten gekauft werden. Eine nicht unstrittige Regelung, aber Schäfer findet sie grundsätzlich richtig: „Das Bad darf nicht ins Unwirtschaftliche gehen.“ 46 000 Euro habe der Förderverein im letzten Jahr für die Wärme ausgegeben, insgesamt wurden bei den Ein- und Ausgaben 570 000 Euro netto bewegt, und der Betrieb mit dem städtischen Zuschuss bewältigt; das sind die Eckdaten, so darf man vermuten, die auch für diese Saison gelten werden. „Es darf nichts ausfallen“, sagt Schäfer noch, und hofft auf das, was in den letzten zwei Jahrzehnten immer der große Wunsch der Betreiber war: eine ganz normale Badesaison, so ganz ohne Ausfälle.

Pre-Opening der Saison 2019 ist am Freitag 26 April, um 15 Uhr, offiziell beginnt sie einen Tag später um 6 Uhr morgens.




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