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60 000 E-Mails monatlich

Digitalisierung: Obernkirchener Krankenkasse geht neue Wege

OBERNKIRCHEN. Die Obernkirchener Krankenkasse BKK24 fühlt sich für die Zukunft gut aufgestellt. „Wir können uns schon jetzt eine moderne Krankenkasse nennen“, macht BKK-24-Vorstandschef Friedrich Schütte deutlich.

veröffentlicht am 28.01.2019 um 15:00 Uhr
aktualisiert am 28.01.2019 um 18:40 Uhr

Digitalisierung mit Gesundheit: Die Obernkirchner BKK24-Krankenversicherung ist bei der Digitalisierung weit vorne. BKK24-Vorstandchef Friedrich Schütte (von links), Thomas Kexel, Vorsitzender von Weserbergland AG und Geschäftsbereichsleiter Jörg Nie
Leonhard Behmann

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OBERNKIRCHEN. Anlässlich des 62. „Unternehmerfrühstücks“, das kürzlich in Obernkirchen stattfand, berichtete Schütte vor Vertretern von Firmen aus dem Weserbergland über die Zukunftsvisionen der Kasse und zeigte auf, wie sich die Krankenversicherung im Laufe der Zeit verändert hat.

Deutlich werde die Digitalisierung schon beim Wechsel der Kommunikationsmittel. Früher hätten Versicherte hauptsächlich per Brief und via Telefon Kontakt mit der Krankenkasse aufgenommen, heute sei vor allem die E-Mail in den Vordergrund gerückt. „Jeden Monat erreichen uns 60 000 E-Mails. Das macht deutlich, was da draußen passiert“, berichtet Schütte. Mit 25 000 Briefen pro Monat, die bei der heimischen Betriebskrankenkasse eingehen, sei dieses Kommunikationsmittel ins Hintertreffen geraten. „Erst auf Platz drei steht das Telefon. Uns erreichen pro Monat 20 000 Anrufe“, sagt Schütte.

Dem Kunden sei es wichtig, dass seine Anfragen schnell beantwortet werden. Bei den E-Mails sei die Beantwortung innerhalb von wenigen Stunden möglich. Bei Briefpost versuche man, dass die Antwort den Empfänger innerhalb von 60 Stunden erreicht. Das sei möglich, weil jeder Brief sofort nach Eingang digitalisiert werde. „Die Schreiben werden von uns eingescannt. Jeder Sachbearbeiter hat so von seinem Computer aus Zugriff auf die Post“, sagt Geschäftsbereichsleiter Jörg Nielaczny.

80 Prozent der Anrufe könnten beim ersten Anruf abschließend beantwortet werden. In die Geschäftsstellen der Krankenkasse würden hingegen nur noch wenige Menschen mit ihren Fragen kommen.

„Die persönliche Beratung ist ins Hintertreffen geraten“, sagt Schütte. Der Kunde wünsche es so. Modern sei aber auch die sogenannte Dunkelverarbeitung der BBK24. Alle Rechnungen und Anträge werden automatisch von Großrechnern ausgelesen und durch verschiedene Mechanismen geprüft. „Fällt dem Computer etwas auf, zum Beispiel bei den Beträgen, oder ist etwas anderes unstimmig, dann schlägt er Alarm. Ein Mitarbeiter schaut sich dann die Rechnung oder den Antrag noch mal an“, sagt Schütte. Durch die vorangetriebene Digitalisierung hätten die Verwaltungskosten gesenkt werden können.

Modern sei aber auch ein hohes Leistungsniveau. „Wir übernehmen viele Leistungen, die über dem gesetzlichen Standard liegen, wie zum Beispiel Osteopathie, professionelle Zahnreinigung, Präventionskurse“, sagt Schütte.

Eine moderne Krankenkasse zeichne aber auch aus, dass die Mitarbeiter zufrieden sind. „So bieten wir neben vielen Teilzeitmodellen auch eine Großtagespflege an. Dabei würden im Kindergarten neben dem BBK24-Gebäude die Kinder der Angestellten betreut, während diese ihrer Arbeit nachgingen.

Thomas Kexel, Vorsitzender der Weserbergland AG, die zu dem Unternehmerfrühstück eingeladen hatte, lobte die Digitalisierung der BKK24. „Digitalisierung ist nichts anderes als ein Informationsfluss und Information ist das Gold der Zukunft. Damit ist die BKK24 auf dem richtigen Weg, weil sie mit Informationen sehr schnell umgeht“, sagte Kexel.




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