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„Irzik & Schmidt“ wollen auch auf anderen Bühnen auftreten

Ein Hauch von Schillerstraße

OBERNKIRCHEN. Im Kultur-Café „Mikrofon“ haben sie mit Improvisationstheater, Comedy und Lesungen begonnen, das Duo „Irzik & Schmidt“ will jetzt auch auf weiteren Bühnen auftreten.

veröffentlicht am 17.10.2018 um 15:40 Uhr
aktualisiert am 17.10.2018 um 18:00 Uhr

Läuft alles glatt, werden Ulrich Irzik (r.) und Guido-Eckhard Schmidt nicht nur im „Mikrofon“ unterhalten, sondern demnächst auch auf anderen Bühnen stehen und sitzen. Foto: rnk
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Frank Westermann Redakteur zur Autorenseite
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OBERNKIRCHEN. Was als kleines Experiment im Kultur-Café „Mikrofon“ begann, wird jetzt exportiert: Ulrich Irzik und Guido-Eckhard Schmidt wollen ihre Show auch auf anderen Bühnen präsentieren.

Auftreten will das Duo unter dem Namen „Irzik & Schmidt“, kündigte Schmidt im Rahmen der „Krimi meets Comedy“-Reihe an. Vor vollem Haus startete das Duo ihr neues Programm und brachte die Gäste mit seinem Humor und mit grandioser Parodie herzhaft zum Lachen.

Beide standen schon des Öfteren gemeinsam auf der Bühne. „Wir haben viel Spaß gehabt“, sagt Schmidt, und dieser Spaß habe das Publikum mehr als einmal spürbar begeistert, daher habe er das Programm jetzt anderen Bühnen angeboten, bekanntlich hat er im Showgeschäft sehr gute Kontakte.

Denn die Mischung stimmt, sagen beide. Ein bisschen Improvisationstheater, ein bisschen Comedy, dazwischen kleine Lesungen, ein offener verbaler Schlagabtausch – das kommt an. Auf der Bühne erscheinen beide nach einer Pause in Polizeiuniform, es war ein kleiner und hübscher Überraschungseffekt, aber auch das passte: Irzik war Polizeibeamter und schied vor sechseinhalb Jahren aus dem Dienst aus, Schmidt durfte mehrfach vor der Kamera seine Schauspielkunst zeigen. Die kürzeste Rolle? „Ein Leibwächter in einem Tatort aus Bremen, der grimmig in die Kamera schaut.“ Und die größte Rolle? „Das war eine Hauptrolle, ich war ein Mann, der seine Ehefrau ermordet“, verrät Irzik.

Wie arbeiten die beiden?
Ganz einfach, sagt Schmidt, vor der Show werden ein paar Eckpunkte festgelegt und ein paar Stichworte niedergeschrieben, damit das Geschehen auf der Bühne eine grobe Richtung erhält, ansonsten, sagt Schmidt, wehe ein „Hauch von Schillerstraße“ über die Bühne des „Mikrofon“. Wer es verpasst oder vergessen hat: „Schillerstraße“ war eine Fernsehsendung, die sich der Stegreifkomödie und dem Improvisationstheater verschrieben hatte. Sie wurde ohne Drehbuch vor Publikum aufgezeichnet, jedoch erhielten die Darsteller per Regieanweisung Stichwörter für ihre Aufgaben. Unvergessen :Martin („Maddin“) Schneider und sein „Aschebeschär“.

Schmidt hat, wenn man so möchte, vielleicht nicht die große, aber sicherlich eine der etabliertesten Bühne der Republik bereits erfolgreich geentert: die des Schmidt Theaters zu Hamburg.

Dort ist er mit seiner Band, den „Sound Doctors“, aufgetreten, das Konzept ist ähnlich, in der Hansestadt trifft der Rock ‘n‘ Roll die Comedy, „das ist durchaus vergleichbar“, sagt Schmidt. Im Januar ist er mit seiner Band wieder gebucht.

Übrigens: Dass die Premiere vorgestern im „Mikrofon“ ausverkauft war, könnte auch am guten, alten Radio gelegen haben: Gleich zweimal hatte Antenne Niedersachsen bei den täglichen Kulturtipps das Duo mit dem Programm im „Mikrofon“ empfohlen. „Ulrich Irzik selbst saß am Autosteuer, als die Meldung kam: „Tagestipp 3. Ich dachte, ich hör‘ nicht richtig.“




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