weather-image
Verein zieht Bilanz

Förderverein ist seit einem Jahr Sonnenbrinkbad-Betreiber

OBERNKIRCHEN. Auf der Jahreshauptversammlung des Fördervereins des Sonnenbrinkbades Obernkirchen ist eins ganz klar geworden: Als Verein ein ganzes Freibad zu führen, das bedeutet enorm viel Arbeit. Der Verein hat sich die Zeit genommen und von diesem ersten, wichtigen Jahr Bilanz gezogen:

veröffentlicht am 26.10.2018 um 16:09 Uhr
aktualisiert am 26.10.2018 um 19:00 Uhr

Das aktuelle Vorstandsteam des Fördervereins Sonnenbrinkbad (von links): Anja Struckmeier, Ralf Hoffmann, Oliver Schäfer, Christian Vogel, Sabine Schmeding und Astrid Förster. Foto: wk
Michael_Werk

Autor

Michael Werk Reporter zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der SZ/LZ? Dann melden Sie sich hier mit Ihren SZ/LZ -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

OBERNKIRCHEN. Seit Anfang dieses Jahres zeichnet der Förderverein Sonnenbrinkbad für den Betrieb des Obernkirchener Freibades verantwortlich (wir berichteten). Bei der jetzt abgehaltenen Mitgliederversammlung hat sich dessen Vorsitzender, Oliver Schäfer, erfreut über den Verlauf der Badesaison 2018 gezeigt. Dabei merkte er jedoch an, dass der Förderverein nun nicht mehr nur ein zum Betrieb des Freibades beisteuernder Verein sei, sondern ein operativ handelnder Verein, woraus eine „fundamentale Veränderung unserer Vorstandsarbeit“ resultiere. Der Zeitaufwand zur Erledigung der anfallenden Aufgaben sei 2017 schon recht groß gewesen, 2018 sei die Arbeit aber noch mehr geworden.

Die Zeit für die Saisonvorbereitung sei „aus den bekannten Gründen denkbar knapp“ gewesen, resümierte Sabine Schmeding, die Vize-Vorsitzende des Fördervereins. Und wohl nur die wenigsten Vereinsmitglieder könnten ermessen, was für einen „enormen Zeitaufwand“ es bedeutet habe, die diesjährige Badesaison vorzubereiten. Sie selbst beispielsweise habe in den ersten vier Monaten dieses Jahres täglich vier bis fünf Stunden ihrer Freizeit dafür investiert. Exemplarisch nannte sie Aufgaben wie die Koordination von Baumaßnahmen, die Personalakquise, Marketingaktivitäten und die Organisation der „Eiswette“.

Den Verlauf der Saison bewertete Schmeding in Anbetracht der insgesamt rund 59 000 vom Verein gezählten Badegäste als guten Erfolg. Dabei betonte sie, dass es sich beim Sonnenbrinkbad um „ein Unternehmen“ mit einem sechsstelligen Euro-Jahresumsatz handele, das ehrenamtlich geführt werde. Deshalb könne es auch mal passieren, dass etwas nicht reibungslos laufe. Als Vorstand müsse man sich dafür aber keine „Beschimpfungen und Pöbeleien“ gefallen lassen, stellte sie klar. Auf die Gründe für diese Missstimmungen ging Schmeding in ihrer Rede allerdings nicht näher ein.

Aus dem Kreis der Versammlungsteilnehmer meldete sich hierzu das Vereinsmitglied Beate Kranz zu Wort, die Schmedings Bericht als „hervorragend“ bezeichnete. Denn solch ein Statement habe es in diesem Verein bisher noch nicht gegeben.

Schäfer konkretisierte die von Schmeding genannte Gesamtbesucherzahl später wie folgt: Besucht worden sei das Freibad von rund 25 000 Tagesgästen, die den vollen Eintrittspreis gezahlt hatten, und circa 13 500 Zehnerkarten-Inhabern. Die restlichen Besucher seien dagegen Inhaber von Saisonkarten gewesen. Darüber hinaus habe man „gut 1200 Eintritte“ (Badegäste) von Kindergärten und etwa Vereinen gezählt.

„Im Großen und Ganzen setze ich hinter die Badesaison ein großes Pluszeichen“, sagte Schäfer. Zudem kündigte er an, dass das Sonnenbrinkbad auch 2019 wieder öffnen werdem, vielleicht ein bisschen eher und länger. Ziel sei es, hinsichtlich der Besucherzahlen in den nächsten Jahren die 60 000-er-Marke zu knacken.

Schriftführerin legt Amt nieder

Zu den Finanzen des Fördervereins Sonnenbrinkbad informierte auf der jüngsten Jahreshauptversammlung dessen Kassenwart, Jürgen Weißbrich, dass die Kassenlage im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 noch „recht überschaubar“ gewesen sei. Einnahmen in Höhe von rund 24 065 Euro stünden Ausgaben in Höhe von circa 21 995 Euro gegenüber. Daraus errechne sich ein Überschuss in Höhe von exakt 2069,75 Euro, der auf das nächste Geschäftsjahr übertragen werde.

Weißbrich kandidierte hingegen nicht noch einmal für dieses Amt. Auf Vorschlag des Vereinsvorsitzenden Oliver Schäfer wählte die Versammlung daher Astrid Förster zur neuen Kassenwartin. Als zusätzlicher Beisitzer gewählt wurde Christian Vogel. Dem aktuellen Vorstandsteam um Schäfer und Sabine Schmeding gehören außerdem die beiden Beisitzer Anja Struckmeier und Ralf Hoffmann an.

Kathrin Stübke indes, die sich bislang als Schriftführerin engagiert hatte, wurde von Schäfer mit einem Präsent aus dem Vorstand verabschiedet. Sie hatte ihren Posten zuvor auf eigenen Wunsch vorzeitig niedergelegt. Dieses Amt ist nun vakant. Eine Erklärung zu den Hintergründen für ihre Entscheidung, die ihr nach eigenen Angaben „nicht leichtgefallen“ sei, gab sie bei der Versammlung nicht ab.




Anzeige
Anzeige
Anzeige
Kommentare