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„TraFOLK“: Vorverkauf hat begonnen

Folkfestival: Im August zwei Tage lang vor der Stiftskirche

OBERNKIRCHEN. Das TraFOLK, das erste Obernkirchener Folk-Festival, wirft seine weiten Schatten voraus. Denn das Folkfestival soll etwas ganz Besonderes für die Bergstadt werden: Am 16. und 17. August veranstaltet das Kulturfenster auf dem Kirchplatz ein Festival, das es so noch nicht gab.

veröffentlicht am 15.05.2019 um 00:00 Uhr

Tone Fish rockt große und kleine Bühnen – am liebsten als Quartett, die Band spielt „Classics“ und präsentiert ihr spezielles irisch-keltisches Programm. Fotos: pr
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Frank Westermann Redakteur zur Autorenseite
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OBERNKIRCHEN. Das TraFOLK, das erste Obernkirchener Folk-Festival, wirft seine weiten Schatten voraus. Denn das Folkfestival soll etwas ganz Besonderes für die Bergstadt werden: Am 16. und 17. August veranstaltet das Kulturfenster auf dem Kirchplatz ein Musikfestival, das es so noch nicht gab.

TraFOLK, den Namen für das Festival hat das Trafohaus am Kirchplatz, dem Vereinssitz des Kulturfensters Obernkirchens, gegeben, erklärt Dörte Worm-Kressin als Vorsitzende die Wortschöpfung: „Jeden ersten Freitag im Monat öffnen wir das Trafohaus für unterschiedliche kulturelle Veranstaltungen unter dem Titel TrafoTreff. Da lag es auf der Hand, dass das Trafohaus sich im Titel dieser Veranstaltung ebenfalls wiederfindet.“ Gemeinsam mit dem Thema Folk habe sich dann das TraFOLK ergeben.

Am 16. August sollen die Bands White Coffee aus Minden und die Band Tone Fish aus Hameln den Kirchplatz verzaubern, am 17. August kommen dann das Cowhouse Projekt aus Bückeburg und die internationale Band Broom Bezzums.

2 Bilder
Eine Ukulele und zwei Stimmen im Einklang: White Coffee.

White Coffee sind Jennifer Grove und Andreas Grove, eine Gitarre, eine Ukulele und zwei Stimmen im Einklang. Das Duo hat sich im Jahr 2009 durch ihre Vorliebe für Jazzmusik erst kennen und dann lieben gelernt. Sie geben bekannte Stücke aus Jazz, Popmusik und Bossa Nova in eigener, stimmungsvoller Version wieder. Ihre eigenen Stücke sind sehr vom Reggae beeinflusst, sie möchten mit ihrer Musik die Wertschätzung der kleinen Dinge im Leben hervorheben.

Eine ganz andere Hausnummer sind Tone Fish aus Hameln. Wer glaubt, Folk ist Sitzmusik, hat sie noch nicht gehört. Die Band hat seit der Gründung 2014 rund 300 Konzerte in ganz Deutschland in den Beinen und bereits vier CDs herausgebracht. Das nennt man wohl Dynamik. Live infiziert Tone Fish das Publikum mit ihrer Spielfreude und einem ganz eigenen Sound. Stillhalten war gestern. Es gibt viel Tempo, aber auch Balladen, die eigenen Songs öffnen eine neue musikalische Schublade – folkig, keltisch, rockig, metallisch. Prägend sind der mehrstimmige Gesang und vor allem die einzigartige Stimme von Michaela Jeretkzy, deren Mezzo-Sopran das Publikum regelmäßig verzaubert. Man kann es so sagen: Wo Tone Fish spielt, bleibt es selten bei einem Mal.

Am zweiten Tag wird das Cowhouse Project eine Mischung aus Folk und Jazz spielen, musikalisch lassen sich die Bückeburger, die nach einem Kuhstall benannt sind, in dem sie für eine CD probten, am ehesten als „Retro-Sixties-Band“ einstufen. Folkige Balladen mit lyrischen Texten wechseln sich mit der Leichtigkeit des Seins in Bossa-Songs ab. Dabei ergänzen sich die klare Folkstimme von Bettina Wenthe und die tiefere Soulstimme von Felicitas Kopka perfekt.

Die ganz große Nummer beim ersten traFOLK sind Broom Bezzums, die schon in der Bergstadt aufgetreten sind und sehr, sehr überzeugend unter Beweis gestellt haben, dass sie eine der aufregendsten und originellsten Folkbands in Deutschland ist. Mit ihrer zeitgenössischen Interpretation von Folkmusik haben sie bereits dreimal den deutschen Rock- und Pop-Preis gewonnen, und ihr Album „No Smaller Than the World“ wurde mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Die beiden Energiebündel Mark Bloomer und Andrew Cadie zelebrieren eine energische, unterhaltsame und musikalisch aufregende Live-Show, mit viel Witz und einem unerwartet vollen Sound. Sie berühren gleichzeitig das Herz, stimmen nachdenklich und laden zum Tanzen ein.

Kulturfenster-Chefin Dörte Worm-Kressin sieht es so: „Wir haben schon oft daran gedacht, dass die einmalige Atmosphäre des Kirchplatzes mit der Stiftskirche im Hintergrund ideal für ein Folkfestival wäre. Jetzt trauen wir uns an die Veranstaltung heran.“

Dafür wird der Kirchplatz allerdings abgesperrt, so Worm-Kressin, denn ein Musikfestival dieser Art bedürfe einer besonderen Organisation und Durchführung.

Der Vorverkauf für die Veranstaltung hat begonnen, Eintrittspreise liegen bei den Tageskarten bei zehn Euro und den Festivalkarten bei 15 Euro im Vorverkauf.

Jugendkarten für Schüler und Studenten mit Ausweis liegen bei den Tageskarten mit sieben und den Festivalkarten mit zehn Euro.

Der Vorverkauf erfolgt über die Info-Galerie Obernkirchen, Getränke-Anke oder direkt bei den Veranstaltern selbst – bei den Veranstaltungen im Trafohaus.




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