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„Historischer Ortsspaziergang“ in der Info-Galerie

Geschichtsträchtige Ausstellung zeigt fast vergessene Orte

OBERNKIRCHEN. In einer Gemeinschaftsarbeit der Schaumburger Landschaft und einer Arbeitsgruppe der Info-Galerie Obernkirchen ist der „Historische Ortspaziergang Obernkirchen“ entstanden. Die Eröffnung der Foto-Ausstellung lockte zahlreiche Geschichtsinteressierte und Freunde des Arbeitskreises.

veröffentlicht am 30.01.2019 um 14:10 Uhr
aktualisiert am 30.01.2019 um 18:10 Uhr

Hella Hespe (links) und Liselotte Dehler-Schmal freuen sich über den gelungenen Abend. Foto: hil
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Autor

Anja Hillmann Reporterin
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Unter dem Titel „Historischer Spaziergang durch Obernkirchen“ haben die Mitwirkenden eines zum Thema gebildeten Arbeitskreises gewöhnliche, aber auch faszinierende Aufnahmen in Szene gesetzt und nun für die Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Die Fotos, selbst aufgenommen oder bei historischen Themen als „Bild vom Bild“, zeigen viele sehenswerte und fast vergessene Orte der Stadt Obernkirchen.

In ihren Begrüßungsansprachen betonten Liselotte Dehler-Schmal und Hella Hespe wie wichtig es sei, der breiten Öffentlichkeit und nachfolgenden Generationen zu zeigen, welche Schätze es in der Bergstadt zu entdecken gibt. Bürgermeister Oliver Schäfer betonte in seiner Rede, wie angetan er von dem Ortsspaziergang sei. Besonderer Dank von seiner Seite ging an die ehrenamtlichen Unterstützer des Projekts, die sich mit viel Zeit und Engagement eingebracht hätten. Zu ihnen zählen außer Dehler-Schmal und Hespe von der Info-Galerie Cornelia Künzel, Reiner Kreuter, Christian Abel, Renate Ernst, Ute und Lothar Oelkers und Friedrich Voigt. Drei der Ehrenamtlichen stellten ihre Arbeiten am Eröffnungsabend kurz vor.

Cornelia Künzel hat ihr Augenmerk besonders auf das Wasser in Obernkirchen gelegt. So zeigen ihre Fotos unter anderem die Schachtquelle am Sonnenbrink, den Hühnerbach im Uhlenbruch sowie die Brunnen der Stadt.

Reiner Kreuter (rechts) erklärt interessierten Besuchern den ehemaligen Lageplan der alten Ziegelei. Auf dem Großteil des Geländes befindet sich der heutige Golfplatz. Foto: hil

Reiner Kreuter beschäftigte sich vorwiegend mit der Industriestadt Obernkirchen und konnte in einer kurzen Ansprache einen Einblick in die lange Geschichte der Glasindustrie der Stadt geben.

Christian Abel entschied sich für das Thema „Obernkirchen als Bergbaustadt“. Er lieferte nicht nur Aufnahmen von ehemaligen Häusern aus der Zeit von „Glück auf!“, sondern ließ es sich nicht nehmen, mit Begleitung einige Stollen zu besuchen. Dort, unter Tage, entstanden Fotos von den Stollen sowie deren Flora und Fauna.

Aber mit dem Fotografieren allein war es nicht getan. Alle Involvierten verbrachten viel Zeit damit, Informationen zu ihren Fotos zu sammeln, Chroniken zu durchforsten und Texte für ihre Bilderwerke neu zu kreieren. Daraus ist ein Begleitheft entstanden, in dem der Besucher viel Wissenswertes zu den einzelnen Themen erfahren kann.

Während für die älteren Obernkirchener Dinge wie die verschwundene Ziegelei, der Strullbach, das Liethstollenportal sowie die Ruine der ehemaligen Brikettfabrik bekannte und lieb gewonnene Dinge aus ihrer Vergangenheit darstellen, ist die Gefahr groß, dass diese Zeugen der Vergangenheit schon bald in Vergessenheit geraten. Darum ist es den Ehrenamtlichen des Arbeitskreises so wichtig, der breiten Öffentlichkeit und auch den jüngeren Generationen zu zeigen, welche großen und kleinen Geschichten es in Obernkirchen noch immer zu entdecken gibt.

Öffnungszeiten: Interessierte haben die Gelegenheit, sich die Fotoausstellung in der Info-Galerie montags, dienstags, donnerstags und freitags von 9 bis 13 Uhr und von 15 bis 18 Uhr sowie mittwochs und samstags von 10 bis 13 Uhr anzuschauen.




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