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Eilser Straße: Montag geht‘s los

Großbaustelle:Dienstags Sprechstunde mit dem Projektleiter

OBERNKIRCHEN. Wenn in der kommenden Woche die Bauarbeiten beginnen, dürfen sich alle Beteiligten auf eine lange Zeit der Behinderungen und Beeinträchtigungen einstellen, die Sanierung der Eilser Straße ist eine Mammutaufgabe, erst Ende 2020 werden die letzten Arbeiten erledigt sein.

veröffentlicht am 10.05.2019 um 00:00 Uhr

Direkt vor der kommenden Großbaustelle wurde jetzt ein Stück Land angemietet, das als zentrales Lager dienen wird. Foto: rnk
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Frank Westermann Redakteur zur Autorenseite
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Saniert wird in mehreren Abschnitten, die wiederum in kleinere Abschnitte unterteilt sind, und erst wenn ein Abschnitt fertig sei, werde der nächste in Angriff genommen, erklärte Planer und Projektleiter Jürgen Licht auf der Versammlung für die Anwohner, von denen sehr viele die Pläne schon kannten, weil sie schon einmal vorgestellt wurden: vor fünf Jahren. Und man könne länger philosophieren, erklärte Bürgermeister Oliver Schäfer, warum es denn nun so lange gedauert habe, aber andere Baumaßnahmen hätten plötzlich Vorrang gehabt, wie der Bau des Klinikums und die dahinführende Kreisstraße; oder es habe, wie im letzten Jahr, keinen positiven Bescheid für die Sanierung gegeben, und ohne Bescheid kein Geld, ohne Geld keine Arbeit.

Generell, so erklärte Licht, werde eine sechs Meter breite Fahrbahn gebaut, mit neuem Gehweg, 1,60 bis 2,25 Meter Breite, es werde viel Erde und Masse bewegt werden, aber man werde sich bemühen, die Behinderungen so gering wie möglich ausfallen zu lassen.

So gering wie möglich: Diese Formulierung tauchte in nahezu allen Redebeiträgen der ausführenden Partner auf, und nicht nur Planer Licht mühte sich, sie mit Leben zu füllen: Ab dem 28. Mai stehe er jeden Dienstag auf der Baustelle ab 10 Uhr für Fragen der Anlieger zur Verfügung, kündigte er an, aber man sollte sich vorher unter (0 51 51) 607 434 anmelden, denn zuweilen müssten erst bauliche Fachfragen geklärt werden; dann könne er vorher dem Bürger mitteilen, dass er an diesem Dienstag besser erst eine Stunde später komme. Wenn man vor einem Haus eine Baustelle eröffne und der Bewohner drei, vier Tage mit dem Auto auf sein Grundstück weder rauf- noch runterkommt, werde man vorher natürlich Bescheid sagen, so Licht.

Auch die Stadtwerke Schaumburg-Lippe, die für die Erdgas- und Trinkwasserleitungen zuständig sind, werden in den nächsten Tagen eine Mitarbeiterin von Haus zu Haus schicken. Zettel mit den Ansprechpartnern der beteiligten Firmen und Verbände sowie deren Kontaktdaten wurden im Laufe der Veranstaltung verteilt. Auf der städtischen Homepage ist eine Informationsseite zur Baumaßnahme angelegt worden.

Janek Kolata vom Stadthäger Ingenieur-Büro Kirchner erkläret, der Regenwasserkanal sei stark beschädigt, er werde daher erneuert, ebenso ein Großteil der Hausanschlüsse. Künftig gebe es nur noch einen Regenwasserkanal, der in der Mitte der Straße verlaufen werde, die beiden anderen Kanäle würden stillgelegt oder umgebaut, so Kolata. Eine Mitarbeiterin werde vor Ort mit allen Anwohnern sprechen.

Hinweisen der Anwohner, das Thema Schächte und die damit verbundenen Kosten habe auf der ersten Sitzung niemand angesprochen, widersprach Schäfer, das werde auf jeder Veranstaltung angesprochen, so auch damals. Was an Kosten für Schächte für Schmutzwasser und Niederschlagswasser auf die Anwohner zukommen, konnte niemand sagen, aber Schäfer sah es so: Generell seien sie verpflichtend, man müsse diese Schächte haben, und wer noch keinen der beiden habe, solle sich auf eine mittlere vierstellige Summe einstellen.

Gebaut wird im ersten Abschnitt in zwei Abschnitten, erst bis zum Hünenbrink, dann bis zur Stettiner Straße. Geplant ist, den ersten Abschnitt bis Ende Oktober und den zweiten bis zur 51. Kalenderwoche, also bis Weihnachten fertigzustellen, aber festlegen wollte sich niemand. Salopp formuliert: Nicht nur auf dem offenen Meer und vor Gericht, sondern auch auf Großbaustellen sind alle in Gottes Hand.




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