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Spezialzüge im Einsatz – damit Loks und Waggons nicht entgleisen

Heben, stopfen, bürsten

OBERNKIRCHEN. Bauarbeiten an den Gleisen der Bückebergbahn haben am Mittwoch für Aufsehen in der Bergstadt gesorgt. Spaziergänger blieben stehen und beobachteten die besonderen Arbeiten. Dafür waren extra zwei Spezialzüge der Firma Schweer-Bau aus Stadthagen angerückt.

veröffentlicht am 27.02.2019 um 17:43 Uhr

Bauarbeiten an den Gleisen: Mit der Stopfmaschine werden die Schienen angehoben und Schotter unter die Bahnschwellen gedrückt. Ein zweiter Spezialzug reinigt danach die Gleise. FoTo: leo
Leonhard Behmann

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Marcel Heinrich von der Bückebergbahn hatte die Züge zum Einsatzort in Obernkirchen gelotst. „Ich habe dem auswärtigen Lokführer, der ja unser Streckennetz nicht kennt, gezeigt, wo er langfahren muss“, erzählt Heinrich, der die Bauarbeiten vor Ort verfolgt hat.

Die zwei großen gelben Züge, eine sogenannte Stopfmaschine und ein Schotterpflug, waren nach Obernkirchen gefahren worden, um das rund 28 Jahre alte Schienennetz reparieren zu können. Mit der Zeit hätte sich an manchen Stellen das Gleis verlagert, sagt der Geschäftsführer der Bückebergbahn, Carsten Reinhardt. „Das passiert durch die enormen Kräfte, die auf das Gleis einwirken, wenn ein Zug darüberfährt oder nach viel Regen, wenn der Boden nachgibt“, erklärt Reinhardt. Dann würden sich die Schienen durchbiegen. „Wenn man nichts unternimmt, kann ein Zug entgleisen“, sagt der Geschäftsführer.

Die Stopfmaschine fährt über die Obernkirchener Bahnstrecke, mit einer speziellen Messtechnik wird festgestellt, wo das Gleis ausgebessert werden muss. Mit großem Getöse und in Windeseile hebt die Maschine anschließend die Schienen an und schiebt mit mehreren Meißeln den weggerutschten Schotter wieder unter die Bahnschwellen. „Die Maschine stopft praktisch die Löcher“, sagt Bückebergbahn-Geschäftsführer Reinhardt.

Hinter dem Zug fährt der sogenannte Schotterpflug. Der Spezialzug reinigt die Schwellen und Schienen mit großen Bürsten.




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