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ICE-Trasse: Grüne Fraktionschefin nimmt Stellung

OBERNKIRCHEN. Da die Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Dr. Christina Louise Steinmann, an der jüngsten Ratssitzung, an der die Resolution zur ICE-Neubautrasse verabschiedet wurde (wir berichteten) wegen Krankheit nicht teilnehmen konnte, hat sie der Redaktion jetzt per E-Mail ihre Stellungnahme dazu nachgereicht.
„Meine Meinung und die meiner Fraktion“, so Steinmann, „weicht etwas vom Vorschlag des Bürgermeisters ab.“

veröffentlicht am 26.03.2021 um 10:57 Uhr
aktualisiert am 26.03.2021 um 14:30 Uhr

Die Hinweise zum Landschaftsschutz würden die Grünen selbstverständlich genauso mittragen. Naturnahe Gebiete zu erhalten, sei gerade im dicht besiedelten Schaumburg ein Muss. Auch die Notwendigkeit der Streckenverbesserung sei unstrittig. Nur mit attraktiven Zugverbindungen könne es gelingen, Inlandflüge zu ersetzen; ökologisch sei das ein wichtiges Ziel.

„Aus unserer Sicht ist eine reine Fokussierung auf den Trassenausbau aber schwierig: Diese Variante wird die Vorgaben zum ,Deutschland-Takt‘ vermutlich nicht erfüllen und könnte deshalb eh ausscheiden“, so die Grüne Fraktionschefin. Der Vorschlag ihrer Fraktion: „Wenn eine Variante realisiert wird, die nicht trassennah ist, dann fordern wir eine Umsetzung per Tunnel. Somit haben wir eine klare Forderung, falls eine Trasse quer durch Schaumburg, in diesem Fall durch Obernkirchen, gewählt wird. So kann es immerhin gelingen, Landschaft zu retten und Einschränkungen zu mindern.“

Thomas Stübke kritisiere am Resolutionsvorschlag des Bürgermeisters außerdem die nicht bewiesene Behauptung einer Gefährdung der Trinkwasserbereitstellung sowie auch die Behauptung, der trassennahe Ausbau sei ökologisch die beste Variante. Dies müsse zunächst geprüft werden und gegen andere Vorschläge, wie beispielsweise eine Tunnelvariante, abgewogen werden. „Meine Fraktion“, so Steinmann, „wird die Planungen intensiv begleiten.“ tw




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