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Flachdach muss saniert werden

Jeder dritte Investitionseuro geht in die Grundschule

OBERNKIRCHEN. Der Träger lässt sich seine Schule durchaus etwas kosten, rund 700 000 Euro werden dort in den nächsten Jahren von der Stadt investiert, Kämmerer Helmut Züchner sprach im Fachausschuss von über zwei Millionen, die man in fünf Jahren investiert habe, jeder dritte Investitionseuro gehe in die Grundschule.

veröffentlicht am 06.12.2018 um 15:20 Uhr

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Frank Westermann Redakteur zur Autorenseite
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In den nächsten drei Jahren geht der größte Brocken in die Sanierung des Flachdaches, 360 000 Euro sind an Kosten eingeplant, die Maßnahme selbst wird von 2020 bis 2022 gestreckt. 2019 wird mit dem Umbau begonnen, der wegen der Brandschutzmaßnahmen notwendig geworden ist, ein Jahr später soll sie abgeschlossen sein, Kostenpunkt rund 212 000 Euro. 50 000 Euro stehen für den dringend notwendigen Umbau der Toiletten in der viel zu kleinen Mensa bereit, rund 100 Kinder werden hier viermal die Woche mit Essen verpflegt, in drei Schichten zu jeweils 30 Kindern, weil der Platz nicht reicht. Die Toilettenanlage ist in einem schlimmen Zustand, wie sich den Ausschussmitgliedern vor Monaten bei der Begehung der Schule deutlich zeigt. Ab 2020 soll die Sanierung der Toilettenanlage in der Schule begonnen werden, drei Jahre sind dafür vorgesehen, 85 000 Euro stellt die Stadt bereit.

Arnulf Buch wird die Maßnahmen nicht mehr in seinem Amt erleben, am 21. Dezember ist für den Rektor der Grundschule dank des Arbeitszeitkontos der letzte Arbeitstag vor der Pensionierung, offiziell scheidet er zum 31. Januar aus. Die Landesschulbehörde leitet nun das Verfahren ein, um den Nachfolger zu finden, eine Auswahlkommission wird sich nach der Ausschreibung mit den eingehenden Bewerbungen befassen, Oliver Schäfer wurde vom Ausschuss zum Mitglied dieser Kommission gewählt, weil es üblich ist, den Bürgermeister der betroffenen Kommune mit ins Boot zu holen. Am 1. August soll der neue Rektor oder die neue Konrektorin das Amt antreten, davon gehe er aus, sagte Buch, und: „Es läuft so, wie es zu laufen hat.“

Die Schülerzahlen werden sich in den nächsten Jahren nicht ändern, auch wenn sie Schwankungen unterworfen sind. In diesem Schuljahr gehen 283 Jungen und Mädchen zur Grundschule, in der Spitze werden es 2020/21 303 Schüler sein, für 2024/25 wird mit 281 gerechnet; „am Rande der Vierzügigkeit“, so kommentierte Buch.

Ganz angesprochen wurde der Digitalpakt, der die Ausstattung in die digitale Technik an Schulen finanziell stärken soll. Fünf Milliarden Euro hat die Bundesregierung für die digitale Aufrüstung der Schulen vorgesehen, doch der Plan stößt auf erbitterten Widerstand der Bundesländer. Der große Streitpunkt: Die Länder sollen die Finanzhilfen des Bundes mindestens in gleicher Höhe ergänzen, und während Berlin weiter mit den Bundesländern streitet, müssen die Schüler auf Tablets, Computer und schnelles Internet weiter warten. Das Geld aus dem Digitalpakt soll ab Januar fließen; das Datum wird, Stand jetzt, wohl nicht zu halten sein.

Kerstin Farr rechnete seitens der Stadtverwaltung im Ausschuss vor, was der Pakt für Obernkirchen bedeuten würde: Niedersachsen erhalte 400 Millionen für die nächsten fünf Jahre, pro Jahr und Kind 70 Euro. Was für die Stadt unter dem Strich 20 000 Euro bedeuten würde. Ihr Rat: „Abwarten.“

Investiert wurde in diesem Jahr auch, unter anderem für die Sanierung der Innenbeleuchtung (39 000 Euro), die Sanierung der Innenbeleuchtung in der Sporthalle kostet 92 000 Euro, (in beiden Fällen inklusive Elektroarbeiten), neue Fenster wurden in drei Klassenräumen im Erdgeschoss eingebaut, die Kosten betrugen 37 000 Euro.




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