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Zahl der Tiere geht zurück

Kaninchenschau leidet: Zu viele Paralleltermine

OBERNKIRCHEN. Einen Rückgang um 40 Tiere auf insgesamt 437 Rassekaninchen hat die Allgemeine Schaumburger Rasse-Kaninchenschau in diesem Jahr hinnehmen müssen. Was es der eigentlich beliebten Schau so schwer macht: die Vielzahl parallel stattfindender Schauen.

veröffentlicht am 22.10.2018 um 16:17 Uhr
aktualisiert am 22.10.2018 um 17:30 Uhr

Vereinsjugendmeisterin Mia Anderson (Zweite von links) im Kreise einiger junger Kaninchenfans. Foto: JP
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Johannes Pietsch Reporter zur Autorenseite
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OBERNKIRCHEN. Einen Rückgang um 40 Tiere auf insgesamt 437 Rassekaninchen hat die Allgemeine Schaumburger Rasse-Kaninchenschau, verbunden mit der dritten Kreisverbandsschau des Kreisverbands Leine-Weser, in diesem Jahr hinnehmen müssen.

Dabei hätte es nicht an ausstellungsfähigen Langohren für das zweitägige „Erntedankfest der Rassekaninchenzüchter“ gemangelt, um auch wieder auf den Umfang der Vorjahre zu kommen. Vielmehr hatte eine Vielzahl parallel stattfindender überregionaler Schauen offenkundig so manchen Züchter dazu bewogen, seine Tiere in diesem Jahr nicht in der Liethhalle Obernkirchen auszustellen. Daher gab es außer vielen warmen Worten bei der offiziellen Eröffnung mit Schirmherr und Bürgermeister Oliver Schäfer auch den einen oder anderen enttäuschten Ton.

Achim Jilg, Vorsitzender des Kreisverbandes Leine-Weser, hatte bereits in seinem im Schau-Katalog abgedruckten Grußwort kritisch angemerkt, wie schwach die Beteiligung einiger Vereine aus dem Kreisverband in diesem Jahr ausgefallen sei. Dabei hätten die meisten Züchter genug Tiere, um wenigstens eine Zuchtgruppe zu zeigen, so Jilg. „An der Basis wird die meiste Arbeit geleistet, und es ist schade, dass diese nicht honoriert wird, zumal eine Kreisschau auch nur alle zwei Jahre stattfindet.“ Auch die wieder unter dem Dach der Schaumburger Rasse-Kaninchenschau mitausstellenden Clubs, der Helle Großsilber-Club und der Kleinsilber und Deutsche Großsilber Club, brachten diesmal weniger Tiere mit in die Liethhalle.

Torsten Mark, Ausstellungsleiter und Vorsitzender des gastgebenden F581 Lindhorst, sah die Rückgänge indes nicht dramatisch: „Angesichts der vielen Paralleltermine können wir mit dem Ergebnis von 437 Tieren noch zufrieden sein.“

Abgesehen davon können die heimischen Rassekaninchenzüchter auf ein ruhiges und problemloses Zuchtjahr blicken: Der heiße, trockene Sommer machte den Langohren wenig zu schaffen, und die Kanincheninfektion RHD 2, die noch vor zwei Jahren für viel Beunruhigung sorgte und sogar komplette Veranstaltungen ausfallen ließ, hat inzwischen dank Impfung ihren Schrecken verloren.

Großer Abräumer bei der Bewertung der besten Rassekaninchen war in diesem Jahr Sven Bültemeyer. Der Schriftführer und Tätowiermeister des Gastgebervereins errang mit seinen weißen Zwergwiddern nicht nur die Vereinsmeisterschaft, sondern auch die Bronzene Plakette des Niedersächsischen Landwirtschaftsministeriums, den Heinrich-Sellmann-Pokal für die beste Zuchtgruppe der Schau sowie die Preise für den besten Rammler und die beste Häsin auf Vereins- wie auf Kreisebene.

Vereinsjugendmeisterin wurde Mia Anderson, Jugendkreismeisterin Michelle Mark. Das Landesverbands-Ehrenband ging an Louisa Mark, das Kreisverbands-Ehrenband an Lea Schäfer. Kreismeister wurden Sven Bültemeyer, Ulf Dehne, Marianne Jilg, Tanja Scholz, Ernst Schäfer und Udo Dittrich.




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