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„REWE“-Markt bleibt bestehen

Kehrtwende

OBERNKIRCHEN. Nachdem vor zwei Monaten vermeldet worden ist, dass der am Rösertor in Obernkirchen gelegene „REWE“-Markt zum 31. Juli geschlossen und durch einen – ebenfalls zur Kölner REWE Group gehörenden – „Penny“-Markt ersetzen werde, ist dieses Vorhaben nun überraschend revidiert worden.

veröffentlicht am 10.07.2018 um 20:21 Uhr
aktualisiert am 10.07.2018 um 23:00 Uhr

Der „REWE“-Markt am Rösertor wird doch nicht durch einen „Penny“-Discountmarkt ersetzt. Foto: wk
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Michael Werk Reporter zur Autorenseite
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Wie den Mitarbeitern der hiesigen Filiale am Montagnachmittag mitgeteilt wurde, soll der Einkaufsmarkt doch weiter bestehen bleiben und nicht durch einen „Penny“-Discountmarkt abgelöst werden.

Warum man von der ursprünglichen Entscheidung abgerückt ist? Die Mitarbeiter hätten sich „nachdrücklich für den Erhalt des REWE-Marktes stark gemacht – und schlussendlich die Geschäftsleitung überzeugen können“, sagt Daniela Beckmann, REWE-Pressesprecherin, auf Nachfrage unserer Zeitung. Nähere Auskünfte seien ihr derzeit jedoch nicht möglich. Nach mehrfachem Nachhaken ließ sie sich dann aber doch noch ein bisschen mehr – wenn auch recht allgemein – zu diesem Thema aus.

So erklärte Beckmann, dass es letztlich immer eine „wirtschaftliche Entscheidung“ sei, ob an einem Standort festgehalten werde oder nicht. So schaue man sich unter anderem bestimmte „Kennzahlen“ sowie die Entwicklung des jeweiligen Einkaufsmarktes an, um einzuschätzen, ob es sich lohne, an dem entsprechenden Standort ein Vollsortimenter-Geschäft „unter dem Format REWE“ zu betreiben oder ob dieser eher für einen „Penny“-Discountmarkt geeignet sei. Berücksichtigt werde bei solch einer Standortanalyse auch, inwieweit eine Konkurrenz durch etwaige Mitbewerber gegeben ist.

Was genau vonseiten der Mitarbeiter getan wurde, dass die Geschäftsleitung von einer Schließung des Obernkirchener „REWE“-Marktes absieht, dazu wollte Beckmann aber nicht weiter ins Detail gehen. Herauszuhören war nur so viel, dass die Mitarbeiter wohl Vorschläge gemacht haben, wie die Wirtschaftlichkeit des Ladengeschäftes – etwa durch Veränderungen im Bereich der Produktplatzierung und der Arbeitszeiten – verbessert werden kann.

Apropos: Vor zwei Monaten, als über die damals beabsichtigte Schließung des Einkaufsmarktes informiert wurde, hieß es, dass zehn der „REWE“-Mitarbeiter zum 1. August von „Penny“ übernommen werden würden. Zu der sich nun erneut stellenden Personalfrage konnte Beckmann mangels diesbezüglicher eigener Informationen jedoch keine Auskunft geben.

Einem am gestrigen Mittwoch vor dem Obernkirchner Ladengeschäft platzierten „Kundenstopper“ (Werbetafel in Form eines Aufstellers) war allerdings zu entnehmen, dass für den Markt Mitarbeiter für die Serviceabteilung, zur Wareneinräumung und für die Kasse gesucht werden.

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