weather-image
12°

Feuerwehr, Bauhof und Spezialfirma machen Diesel unschädlich / Polizei fahndet nach Verursacher

Kilometerlange Ölspur sorgt für Großeinsatz

KRAINHAGEN. Eine mehrere Kilometer lange Dieselspur hat am späten Montagnachmittag einen großen Umwelteinsatz ausgelöst. Feuerwehr, Polizei, Bauhof, Straßenmeisterei und eine Spezialfirma waren stundenlang im Einsatz.

veröffentlicht am 17.12.2018 um 20:43 Uhr

270_0900_118880_o_oel_1.jpg
Leonhard Behmann

Autor

Leonhard Behmann Volontär zur Autorenseite

Kurz vor 16 Uhr war die glitschige Spur in Krainhagen entdeckt worden. Sie zog sich nach Angaben der Polizei durch vier Orte bis nach Bückeburg. Polizeibeamte verfolgten die Dieselspur vom Ahornweg in Krainhagen über Ahnsen und Bergdorf bis zur Ahnser Straße in Bückeburg. Der Bauhof Obernkirchen rief die Feuerwehr Krainhagen zu Hilfe.

„Besonders in den Kurven war es auf der Kreisstraße 10 spiegelglatt“, sagte Bauhofleiter Karl Harting. „Weil der Straßenzustand sowieso schlecht ist und schon in der Vergangenheit auf der Winternstraße zahlreiche Unfälle passiert sind, haben wir die Feuerwehr zur Absicherung des Verkehrs hinzugeholt“, erklärte Harting. „Wenn es nass wurde, sind in der Vergangenheit bereits viele Unfälle passiert, der glitschige Diesel macht die Straße noch gefährlicher.“

Die Flüssigkeit stellt nicht nur für den Verkehr eine Gefahr da. Mit dem Regenwasser kann der umweltgefährdende Diesel auch ins Grundwasser oder in Bäche gelangen. Feuerwehrleute warnten die Autofahrer mit Blaulicht und stellten Warnschilder auf. Auch Bauhof-Mitarbeiter und Polizeibeamte unterstützten bei der Absicherung. Bauhof und Straßenmeisterei der Bergstadt forderten den Umwelt-Kommunal-Service aus Lauenau an. Mit einer Spezialmaschine reinigte die Ölbekämpfungseinheit die Asphaltdecke porentief. „Das Spezialfahrzeug sprüht Wasser mit einem Druck von 200 Bar auf die verschmutzte Fahrbahn. Dadurch werden Motoröl, Benzin und andere Betriebsstoffe vom Belag entfernt“, erläuterte ein Spezialist. Anschließend wurde das Wasser-Öl-Gemisch in einen Tank gesaugt.

Polizeibeamte fahndeten währenddessen nach dem Verursacher. Bis Redaktionsschluss konnte dieser nicht gefunden werden.

Auch am späten Abend war die Spezialfirma noch im Einsatz, um die rund fünf Kilometer lange Dieselspur unschädlich zu machen.




Anzeige
Anzeige
Anzeige
Kommentare