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Griechischer Pianist im Stift

Klavierabend mit Werken von Schumann, Medtner, Liszt und Bach

OBERNKIRCHEN. Am Sonntag, 5. Mai, spielt der griechische Pianist Lambis Vassiliadis ab 17 Uhr in der Reihe „Internationale Konzerte im Stift Obernkirchen“ Werke von Schumann, Medtner, Liszt und Bach.

veröffentlicht am 25.04.2019 um 11:18 Uhr
aktualisiert am 25.04.2019 um 16:50 Uhr

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OBERNKIRCHEN. Der griechische Pianist Lambis Vassiliadis spielt am Sonntag, 5. Mai, ab 17 Uhr in der Reihe „Internationale Konzerte im Stift Obernkirchen“ Werke von Robert Schumann, Nikolai Medtner, Franz Liszt und Johann Sebastian Bach.

Als einer der bekanntesten und bemerkenswertesten griechischen Pianisten seiner Generation pflegt Vassiliadis einen Stil, der dramatische Ausdruckskraft mit Sensibilität vereint. Er studierte Klavier in Griechenland, Deutschland, England und den USA und absolvierte ein Studium der Philosophie an der Universität Thessaloniki. In nationalen und internationalen Klavierwettbewerben gewann er elf Preise. Seit November 2002 hat er eine Professur für Klavier an der Universität in Korfu inne.

Vassiliadis eröffnet sein Rezital mit einer Melodie aus Christoph Willibald Glucks Oper „Orfeo ed Euridice“ in einer Bearbeitung des italienischen Liszt-Schülers Giovanni Sgambati. Danach erklingt die „Sonata Reminiscenza“ op. 38 Nr. 1 des russischen Komponisten Nikolai Medtner. Sergej Rachmaninow betrachtete ihn als einen der größten Komponisten seiner Zeit, aber Medtners hochromantische Musik wird heute recht selten im Konzert gespielt. Diese Sonate wird im Programm kombiniert mit der einsätzigen 5. Klaviersonate op. 53 von Alexander Skrjabin, dem Mystiker unter den russischen Komponisten seiner Zeit.

Nach der Pause erklingt die 2. Klaviersonate op. 22 von Schumann. Bis zur Veröffentlichung dieses Werkes brauchte Robert Schumann acht Jahre, da er immer wieder daran feilte. Von seinen drei Klaviersonaten ist sie heute vielleicht die allgemein beliebteste und wird am häufigsten in Konzerten gespielt. Johann Sebastian Bach arrangierte während seiner Weimarer Zeit von 1708 bis 1717 mehrere Instrumentalkonzerte von überwiegend italienischen Komponisten. Sein Konzert in d-Moll, BWV 974, für Cembalo solo geht auf ein Oboenkonzert zurück, das dem venezianischen Komponisten Alessandro Marcello zugeschrieben wird. Als Huldigung an den barocken Meister schrieb Franz Liszt 1855 seine Fantasie und Fuge über das Thema B-A-C-H, in der die vier Töne als musikalisches Motiv für das ganze Werk dienen. Ursprünglich für Orgel komponiert, verfasste Liszt selbst eine virtuose Klavierversion davon.

Eintrittskarten sind nur an der Abendkasse erhältlich und kosten 15 Euro für Erwachsene und zehn für Schüler.r




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