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Kühles Nass in Noten

Konzert im Stift: Stehende Ovationen für Regina Ackmann

OBERNKIRCHEN. Ein Konzert der besonderen Art konnten zahlreiche Musikfreunde in der Stiftskirche St. Marien erleben. Im Rahmen der „Treff-im-Stift-Saison“ spielte die Kirchenmusikerin Regina Ackmann ausschließlich Stücke zum Thema Wasser.

veröffentlicht am 13.11.2018 um 14:08 Uhr
aktualisiert am 13.11.2018 um 16:10 Uhr

In die Musik „eintauchen“: Die ungewöhnliche Beleuchtung in Blau erzeugte ein außergewöhnliches Ambiente in der Kirche. Foto: hil
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Autor

Anja Hillmann Reporterin
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OBERNKIRCHEN. Ein Konzert der besonderen Art konnten zahlreiche Musikfreunde am vergangenen Sonntag in der Stiftskirche St. Marien erleben. Im Rahmen der „Treff-im-Stift-Saison“ spielte die Kirchenmusikerin Regina Ackmann ausschließlich Stücke zum Thema Wasser. In blaues Licht gehüllt war die Orgel wunderbar in Szene gesetzt und verbreitete so ein Ambiente, welches die Besonderheit dieser musikalischen Darbietung noch unterstrich.

Der vergangene Sommer hat gezeigt, wie sehr Mensch, Tier und Umwelt auf ausreichend Wasser angewiesen sind. Doch obwohl die Alarmglocken schon vereinzelt zu hören sind, heißt es immer noch: Wasser marsch!

Wasser hat in der Musik schon immer eine zentrale Rolle gespielt. Daher war für alle Verantwortlichen vom „Treff im Stift“ die Verknüpfung zur Musik selbstverständlich und die Idee für diesen Konzertabend entstand. Regina Ackmann suchte in den vergangenen Monaten nach „wasserhaltigen“ Notenwerken und war dabei auf ernsthafte sowie heitere Vertonungen gestoßen.

Register, Pedale und Manuale – Regina Ackmann hat sie alle im Griff und viel Spaß dabei. Ihre Helfer: Moritz Weißbrich und Gabriel Kressin. Foto: hil
  • Register, Pedale und Manuale – Regina Ackmann hat sie alle im Griff und viel Spaß dabei. Ihre Helfer: Moritz Weißbrich und Gabriel Kressin. Foto: hil

Direkt nach der Begrüßung durch Werner Hobein begann sie ihr Konzert mit bekannten Stücken aus Händels Wassermusik. Es folgten „Christ, unser Herr, zum Jordan kam“ von Johann Sebastian Bach und einer neueren Komposition von Thomas Riegler, ein Orgelvorspiel zu „Ins Wasser fällt ein Stein“. Bei den ruhigeren Stücken wie „En Bateau“ von Claude Debussy und „On The Lake“ von Heinrich Hofmann sowie „Aquarium“ und „Der Schwan“ aus „Karneval der Tiere“ von Camille Saint-Saëns brillierte Ackmann ebenso wie bei dem musikalischen Höhepunkt des Abends, Smetanas „Moldau“.

Unglaublich für viele Konzertbesucher, dass Regina Ackmann einer Kirchenorgel solch eine Vielfalt von Tönen und Wohlklang entlocken kann: Vor dem geistigen Auge sprudelten Quellen, Nebelschwaden stiegen aus dem Wasser, Regentropfen fielen, Stromschnellen schäumten und schließlich die Strömung eines großen Flusses – alles in Szene gesetzt durch Fingerfertigkeit an Registern und Manualen sowie der Beweglichkeit der Füße an den Pedalen.

Da zum Umblättern der Noten keine Zeit blieb, wurde die Organistin hierbei durch Moritz Weißbrich und Gabriel Kressin unterstützt. Nach dem letzten Stück „Hornpipe Humoresque“, bekannt aus „Last Night of the Proms“, konnten die Konzertbesucher endlich ihrer Begeisterung Ausdruck verleihen und belohnten Ackmann mit anhaltendem Applaus und Standing Ovations.

Anhand ihrer ausgewählten Stücke hat Regina Ackmann gezeigt, wie vielfältig, abwechslungsreich, faszinierend und einfach nur schön das „kühle Nass“ in Noten gehüllt sein kann. Ein Schatz, der allen Besuchern einen unvergleichlichen Konzertabend beschert hat.




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