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Bunter Abschluss der Owoki

„Kükenfest“-Revival auf dem Kirchplatz nur sehr mäßig besucht

OBERNKIRCHEN. Auf dem Kirchplatz ist wieder ein „Kükenfest“ gefeiert worden. Eingeladen hatte der Jugendring Obernkirchen, der alljährlich die „Obernkirchener Wochen des Kindes (Owoki)“ organisiert.

veröffentlicht am 11.08.2019 um 15:09 Uhr
aktualisiert am 11.08.2019 um 17:14 Uhr

Michael_Werk

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Reporter zur Autorenseite
OBERNKIRCHEN. Nach Jahren, in denen kein „Kükenfest“ mehr in der Bergstadt gefeiert worden ist, hat es nun eine Neuauflage dieser Veranstaltung gegeben. Als Anlass hierfür hat der ausrichtende Jugendring Obernkirchen das 40-jährige Jubiläum seiner Reaktivierung genommen. Hierzu informierten Claudia Heumann, Vorsitzende des Vereins, und der ehemalige Stadtjugendpfleger Erhard Vinke, in einem gemeinsamen Gespräch mit dieser Zeitung, dass der Jugendring bereits Anfang der 1960er Jahre gegründet worden ist. Nach ein paar Jahren sei das Vereinsleben dann aber eingeschlafen, bis der Verein 1979 schließlich wieder aktiviert worden sei.

„Kükenfeste“ wurden Vinke zufolge alle zwei Jahre als Abschluss der Obernkirchener Ferienspaßaktionen gefeiert - und zwar immer am letzten Wochenende der jeweiligen Sommerferien. Ihren Namen erhielten die „Kükenfeste“ ihm nach in humoriger Anspielung auf die Kinder („Küken“), für die die Veranstaltungen in erster Linie gedacht waren.

Den Jugendring Obernkirchen beschrieb Heumann im Pressegespräch als Dachverband der in der Bergstadt ansässigen Vereine, die Jugendarbeit betreiben. Aktuell habe dieser rund zwei Dutzend Mitgliedsvereine. Zum Vergleich: In früheren Zeiten waren es laut Vinke drei Dutzend Mitgliedsvereine.

Wie von Heumann weiter zu erfahren war, organisiert der Jugendring die mit„Obernkirchener Wochen des Kindes (Owoki)“ überschriebenen, alljährlichen Ferienspaßprogramme. Ferner unterstütze der Verein die Stadtjugendpflege. Hierzu beschäftigte der Jugendring derzeit einen Erzieher (Nico Dehne), der sich darüber hinaus um „alles, was im Jugendzentrum so anfällt“ kümmert; Dehne sei seit Juni dabei.

3 Bilder
Der Singer & Songwriter Stev präsentierte Lieder aus eigener Feder. Foto: wk

Zurück zu dem am vergangenen Samstag auf dem Kirchplatz gefeierten „Kükenfest“-Revival. Dies wartete mit einem bunten Programm für Kinder auf. So konnten sich die Besucher beispielsweise „Henna-Tattoos“ auf die Haut malen lassen, die - anders als richtige Tattoos - nur eine begrenzte Zeit halten. Außerdem bestand die Möglichkeit, sich im Torwand-Schießen zu versuchen, während kleine Kinder in einem Bälle-Bad toben konnten. Eine Gruppe junger Judoka des Kampfsportvereins Obernkirchen Raptors führte unter anderem Judowürfe und -falltechniken vor. Und die Freiwilligen Feuerwehren Krainhagen und Vehlen hatten eine gasbefeuerte Übungsbrandstelle aufgebaut, an der Kinder unter Aufsicht erfahrener Brandschützer kleine Feuer löschen konnten.

Am Abend sorgten der Singer & Songwriter Stev aus Nienstädt und das schaumburger Duo Acoustic Moments für musikalische Unterhaltung. Anlässlich des „Kükenfestes“ hatte zudem das vom Verein Kulturfenster Obernkirchen betriebene historische Trafo-Haus geöffnet. Dort wurden Getränke kredenzt - ergänzend zu dem sonstigen Getränke- und Speisenangebot der Veranstaltung.

Das Besucherinteresse an dem Fest war allerdings schwach: Während der Kirchplatz am Nachmittag immerhin mäßig frequentiert war, war am Abend kaum noch was los: Auf maximal rund 60 Leute - Besucher und Vertreter der mitwirkenden Vereine zusammengerechnet - schätzte eine Teilnehmerin die Anzahl derer, die bei den beiden abendlichen Musik-Acts zugegen waren.




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