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IGS-Schüler stellen aus

Kunst ist mehr als nur ein Nebenfach

OBERNKIRCHEN. Bereits zum sechsten Mal haben Schüler und Schülerinnen der IGS Helpsen aus den Jahrgängen 5 bis 10 Gelegenheit, ihre Arbeiten der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die Besucher standen dicht gedrängt in dem Raum der Friedrich-Ebert-Straße 4, um die Eröffnungsveranstaltung mitzuerleben.

veröffentlicht am 04.06.2019 um 00:00 Uhr

Kunst ist nicht nur Mädchensache! Niklas Sonntag, Jeremy Delfgou und Lennart Althoff finden es ziemlich cool, dass ihre Fotos zum Thema „Ausdruck und Emotionen“ in der Ausstellung zu sehen sind.
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Anja Hillmann Reporterin
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OBERNKIRCHEN. Bereits zum sechsten Mal haben Schüler der IGS Helpsen aus den Jahrgängen fünf bis zehn Gelegenheit gehabt, ihre Arbeiten in der Info-Galerie in Obernkirchen der Öffentlichkeit zu präsentieren. Die Besucher standen dicht gedrängt in dem Raum an der Friedrich-Ebert-Straße 4, um die Eröffnungsveranstaltung mitzuerleben.

Kunstpädagogin Sabine Pantke stellte die einzelnen Werke aus den Bereichen Malerei, Grafik sowie Fotografie vor: Außer Bildern von „venezianischen Masken“, bei denen die plakative und dekorative Farbigkeit – verstärkt durch Akzente in Gold und Silber – zu sehen ist, finden sich Fotografien zum Thema „Ausdruck und Emotionen“ des zehnten Jahrgangs.

In der weiteren Ausstellung finden sich detailgenaue Porträtzeichnungen mit dem Bleistift und Fotos von selbst entworfenen dreidimensionalen afrikanischen Masken, Reizbildcollagen zum Thema „Landschaft und Felder“ mit Werken von Vincent van Gogh sowie Acrylmalereien, Pop-Art, Mixed-Media-Arbeiten, Optical Art, Linolschnitt und vieles mehr. Es ist eine vielseitige und abwechslungsreiche Ausstellung, die mit großem Applaus der Besucher belohnt wurde.

Sabine Pantke betonte im Gespräch, dass ein großer Teil ihrer Arbeit in der Motivation bestehe. Dabei sei es sehr wichtig den Schülern dem Alter und der Entwicklung entsprechend Angebote aufzuzeigen, sodass jeder etwas für sich entdecken könne.

Manche reize das Material, andere das Thema – hin und wieder entscheide das individuelle Interesse, so Pantke. Was grundsätzlich ein großer Ansporn für die Schüler darstelle, sei zu wissen, „dass ihre Arbeiten ausgestellt werden und sie dadurch eine große Wertschätzung erhalten“.

Auch der IGS-Schulleiter Timo Kuhlmann hatte es sich nicht nehmen lassen, persönlich bei der Eröffnungsveranstaltung dabei zu sein. „Ich bin riesig stolz auf die Schüler und den Fachbereich, der dieses Projekt schon vor Jahren ins Leben gerufen hat, es so engagiert fördert und begleitet. Das bedeutet zwar viel zusätzliche Arbeit, aber es zeigt auch, dass sich die Kinder und Jugendlichen immer noch begeistern lassen“, so Kuhlmann. „Wir haben dadurch nicht nur zwei oder drei hochbegabte Kunstschüler an der IGS, die durch ihr Können herausstechen, sondern eine Vielzahl von Schülern, die begeistert und motiviert am Kunstunterricht teilnehmen und ihre Arbeiten gerne hier ausstellen.“

Dass die Kunst den Menschen nahezu seit Anbeginn begleitet, dieser Gedanken zog sich durch fast alle Wortbeiträge bei der Ausstellungseröffnung. Kunst spiegele die Geschichte der Menschheit zu allen unterschiedlichen Zeiten, quer durch alle Kulturen, wider. Heute werde über den Kunstunterricht und dessen Wichtigkeit nur selten öffentlich diskutiert. Dabei sei der Kunstunterricht genauso wichtig wie Mathematik oder Naturwissenschaften. In der Kunst müssen Schüler das Gelernte verinnerlichen, um dann zu versuchen, daraus etwas ganz Eigenes, Neues zu schaffen. Sie erleben, was Farbe und Techniken alles möglich machen, und haben letztlich etwas in der Hand, worauf sie stolz sein können, meinte Kunstpädagogin Sabine Pantke. An der IGS Helpsen sei Kunst daher weit mehr als nur ein Nebenfach.

Die Ausstellung mit den Werken der IGS Helpsen ist noch bis zum Ende der Sommerferien, dem 16. August, in der Infogalerie zu sehen. Die Öffnungszeiten in der Friedrich-Ebert-Straße 14 sind montags bis freitags von 10 bis 13 Uhr und von 15 bis 18 Uhr sowie mittwochs und samstags von 10 bis 13 Uhr. Weitere Informationen gibt es telefonisch unter (0 57 24) 9 71 60 00.




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