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Zum Ende des IOBS: Charlotte Köster zieht Bilanz / Für 2018 soll der Fokus auf Handarbeit liegen

Kunst von „Keizo“ für Kreisel am Klinikum?

Obernkirchen. „Das Jubiläums-Symposium und das Wetter haben eins gemein“, sagt Charlotte Köster. „Es ist alles dabei gewesen“, so die Chefin des IOBS-Fördervereins. Als die Stadt den acht Bildhauern vor zwei Wochen den Empfang zur Begrüßung gab, stand ein wunderschöner doppelter (!) Regenbogen über dem Rathaus; zum Bergfest des Symposiums vor exakt einer Woche brannte dann die Sonne mit 33 Grad auf den Kirchplatz nieder; und jetzt – zum Ausklang – „müssen die Künstler fast schon ihre Winterjacken anziehen“.

veröffentlicht am 05.09.2015 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 10:32 Uhr

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Autor:

Thomas Wünsche

Auch künstlerisch habe das Symposium, das unter dem Motto „Ein Treffen mit Freunden“ stand und bei dem die Organisatoren die Besten aus zehn Jahren eingeladen hatten, eine enorme Bandbreite geboten. Zwar habe es im Vorfeld etwas gedauert, bis sich Symposium und St-Marien-Handwerker angesichts des knappen Platzes auf der Baustelle Kirchplatz einigen konnten – „aber die Handwerker haben dann selbst schnell gemerkt, dass hier etwas Besonderes läuft und haben sich mit ihren Fahrzeugen zurück gezogen“, so Köster dankbar. Am Ende sei es sogar ein schönes Bild geworden: Auf der einen Seite des Bauzauns die Gewerke, die an der 800 Jahre alten Stiftskirche aus Obernkirchener Sandstein arbeiten, auf der anderen Seite desselben Zauns die Bildhauer, die aus dem gleichen Stein moderne Kunstwerke schaffen.

Eines jener Kunstwerke könnte sogar bald eine Verwendung an prominenter Stelle finden – dem Klinikums-Kreisel am „Krug zum grünen Kranz“. Das Ganze ist zwar noch Zukunftsmusik, bei der Ahnsens Bürgermeister und der Landkreis „mitspielen“ müssen, wie Köster betont, aber: „Ich selbst würde gerne das ,Möbiusband’ von Keizo Ushio dort drauf sehen.“ Der Japaner gibt der Skulptur auf dem Kirchplatz gerade den letzten Feinschliff. Die Skulptur biete von allen Seiten einen Durchblick in die Landschaft und habe auch die richtige Größe. „Außerdem“, so Köster, „muss man sie nicht mit Händen ,begreifen’, um sie zu verstehen. Man begreift sie, wenn man sie sieht.“

Vorschau auf 2018: „Wir werden beim nächsten Symposium verstärkt darauf achten, dass wir mehr Künstler wie etwa Tutani Mgabazi aus Zimbabwe finden, die weniger mit Maschinen und am Besten nur mit Hammer und Meißel arbeiten“, so Köster. Denn Handarbeit staube weniger und sei für die Zuschauer angenehmer.

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