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Verkehrskommission lässt nach Tempolimit nun Kurvenwarner aufstellen

„Langsamer durch Unfallschwerpunkt“

KRAINHAGEN. Landkreis- und Straßenbaubehörde haben auf der unfallträchtigen Kreisstraße 10 in Krainhagen (wir berichteten) weitere Maßnahmen ergriffen – dadurch sollen in Zukunft Unfälle verhindert werden. Zudem soll die Straße saniert werden – und das früher, als zunächst geplant.

veröffentlicht am 21.01.2019 um 17:23 Uhr
aktualisiert am 21.01.2019 um 18:30 Uhr

An der Winternstraße haben Straßenwärter sogenannte Kurvenleitmale aufgestellt. Sie sollen die Autofahrer vor dem Unfallschwerpunkt auf den Kurvenverlauf aufmerksam machen. Foto: leo
Leonhard Behmann

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KRAINHAGEN. Der Landkreis und die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr haben auf der unfallträchtigen Kreisstraße 10 in Krainhagen (wir berichteten) weitere Maßnahmen ergriffen. Dadurch sollen in Zukunft Unfälle verhindert werden. Zudem soll die Straße saniert werden – und das früher als geplant.

Straßenwärter haben vor Kurzem sogenannte Kurvenleitmale installiert. „Die Warntafeln sollen den Verkehr vor dem Unfallschwerpunkt auf den Kurvenverlauf aufmerksam machen“, erklärt Markus Brockmann, Leiter der zuständigen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hameln. Die Verkehrskommission hatte beschlossen, Kurvenwarner aufzustellen. Vertreter von Polizei, Straßenbaubehörde, Landkreis und Straßenmeisterei hatten sich bei einem Vororttermin ein Bild von der Lage gemacht. Die Experten stellten dabei erhebliche Mängel am Straßenbelag fest. „Nicht nur bei Nässe, sondern auch bei Trockenheit können hier Unfälle passieren, weil die Bodenhaftung durch die Straßenschäden herabgesetzt wird“, ist Brockmann überzeugt.

Auf Anraten der Verkehrsexperten hatte der Landkreis bereits ein Tempolimit angeordnet. Auf dem gesamten Abschnitt der Winternstraße gilt seitdem bergab Tempo 30. Nun wurden auch zusätzliche Warntafeln aufgestellt. Der CDU-Politiker Reinhard Fries findet das gut. „Die Warntafeln bringen wirklich etwas. Die Autofahrer bremsen ab und fahren langsamer durch den Unfallschwerpunkt.“ Der Kommunalpolitiker hatte derartige Schilder zuvor gefordert. „Sie wurden bisher aber immer abgelehnt“, sagt Fries. Der Politiker ist davon überzeugt, dass die fehlende Griffigkeit des Straßenbelages nicht allein für die Unfälle verantwortlich sei. Die scharfen Kurven seien sehr gefährlich, meint der Politiker.

Die Probleme auf der Winternstraße sollen bald der Vergangenheit angehören. Die Sanierung der Straße war bereits beschlossene Sache. Doch nun sollen die Bauarbeiten früher beginnen. „Die Maßnahme wurde vorgezogen“, bestätigt Brockmann auf Nachfrage dieser Zeitung. Voraussichtlich schon im April oder im Mai soll die Kreisstraße abgefräst werden. Anschließend wird eine neue Deckschicht aus Asphalt aufgetragen. „Zunächst wird der Bereich vom Kindergarten bis zum Bahnübergang saniert“, erklärt Landkreis-Sprecherin Anja Gewald auf Nachfrage. In diesem Bereich sei der Zustand besonders schlecht, heißt es seitens der Straßenbaubehörde. Auf diesem Streckenabschnitt haben sich viele Unfälle ereignet. „Wir wollen damit die Sicherheit auf der Straße erhöhen“, sagt Gewald.

Laut Brockmann wird die Baumaßnahme zusammen mit dem Neubau der Kreisstraße 11 (Eilsener Straße) ausgeschrieben. „Eigentlich sollte zunächst die K 11 saniert werden und erst später dann die K 10, damit es nicht zu einem Verkehrschaos kommt“, sagt Brockmann. Jetzt wird die Winternstraße noch vor der K 11 erneuert. Die Baufirma soll erst die Winternstraße neu asphaltieren und danach mit der Eilsener Straße weitermachen. Die K 10 dient dann als Umleitungsstrecke. „Wenn die Schäden auf der Winternstraße nicht behoben sind, könnten weitere Unfälle passieren“, sagt Brockmann. Die Bauarbeiten sollen nach Angaben des Amtes für Kreisstraßen zwei Wochen dauern.




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