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MTV Obernkirchen nimmt Sportabzeichen ab

Mit 80 Jahren auf dem Rennrad – so geht Fitness

GELLDORF. Vor dem Eingang zum Betriebsgelände der Firma Bornemann tat sich Ungewöhnliches. Dort trafen nacheinander lauter Radfahrer ein – in sportlichem Outfit oder zumindest in sommerlicher Kleidung. Die meisten saßen auf einem Rennrad, einige auf flotten Tourenrädern.

veröffentlicht am 10.08.2018 um 15:02 Uhr
aktualisiert am 10.08.2018 um 16:20 Uhr

Start zur Fahrradprüfung auf einer 20 Kilometer langen Rundstrecke. Foto: sig
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Siegfried Klein Reporter
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Alle holten sich Instruktionen bei Hermann Beck oder Peter Ass, zwei Führungskräften des MTV Obernkirchen. Sie wollten sich informieren über den Verlauf einer 20 Kilometer langen Strecke abseits der belebten Straßen.

Es waren keine Radsportler, die sich vielleicht an einem Rennen hätten beteiligen wollen. Hier hatten sich zwölf Männer und eine Frau eingefunden, die das Sportabzeichen erwerben wollten. Die meisten von ihnen stellen sich dieser Herausforderung jedes Jahr. Ihnen geht es darum, sich körperlich fit zu halten und dabei zu testen, ob man noch das Leistungsniveau des Vorjahres besitzt. Das Radfahren ist eine Alternative zu Laufwettbewerben. Mit einem fliegenden Start über eine Strecke von 200 Metern konnte man sich zudem eine kurze Sprintstrecke auf der Laufbahn im Stadion ersparen.

Eine Auskunft schon einmal vorweg: Alle Akteure haben mit Erfolg bestanden – gleich, ob sie um die 40 Lenze zählten oder sogar schon im hohen Rentneralter von 80 Jahren diese Mühen auf sich genommen hatten. Den verdienten geselligen Ausklang gab es danach im Garten des Achumer Meierhofes. Dort wurde gegrillt und Gerstensaft vom Faß gezapft.

Der Chef der Jedermann-Sparte des MTV Obernkirchen, Hermann Beck, und der langjährige Trainer dieser Abteilung, Peter Ass, berichteten davon, dass der MTV seit 41 Jahren Prüfungen für das Sportabzeichen abnimmt, und zwar in den Bereichen Leichtathletik, Schwimmen und Radfahren. Daran nehmen Menschen aller Altersklassen teil und sogar Familien. Und weil man sich auf die Herausforderungen der Prüfungen vorbereiten muss, was schon eine gewisse Fitness voraussetzt, trifft man sich wöchentlich im Stadion oder in der Kreissporthalle.

In der kalten Jahreszeit konzentriert man sich überwiegend auf Mannschaftssportarten wie Hallenfußball, Volleyball und sogar Hockey. Die Jedermann-Sparte ist weithin bekannt geworden durch die Ausrichtung eines Hallen-Fußball-Wettbewerbs um den „Kalle-Zlenko-Pokal“. Nebenbei werden auch die Zusammengehörigkeit und die Geselligkeit gepflegt. Man unternimmt von Zeit zu Zeit gemeinsame Reisen innerhalb Deutschlands. Das schweißt die Gemeinschaft noch zusätzlich zusammen.

Die Übergabe der Urkunden und Nadeln für das Sportabzeichen erfolgt in der Regel im nachfolgenden Frühjahr im Rahmen eines gemütlichen familiären Treffens.




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