weather-image
Sonntag: Konzert mit Regina Ackmann

Musikalisches Wasser

OBERNKIRCHEN. Am Sonntag beginnt im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Treff im Stift“ in Obernkirchen um 18 Uhr ein Orgel-Konzert mit Regina Ackmann.

veröffentlicht am 08.11.2018 um 18:06 Uhr
aktualisiert am 08.11.2018 um 18:50 Uhr

Regina Ackmann
4301_1_orggross_f-westermann

Autor

Frank Westermann Redakteur zur Autorenseite

OBERNKIRCHEN. Von so einem öffentlichen Erfolg kann ein Komponist nur träumen: Georg Friedrich Händel hat seine „Wassermusik“ eigens für eine Bootsfahrt von König Georg I. auf der Themse komponiert. Aufgeführt wurde das Stück von 50 Musikern, die auf Booten hinter der königlichen Barke herfuhren. Georg I. war so angetan von dem Werk, dass es gleich dreimal wiederholt werden musste. Die französische Ouvertüre und die 21 Tanzsätze, die Händel in drei Suiten zusammenfasste, wurden weltweit zu einem Hit.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Treff im Stift“ steht am kommenden Sonntag, 11. November, ab 18 Uhr ein Orgelkonzert zum Thema Wasser in der Obernkirchener Stiftskirche an. An der Orgel wird Kirchenmusikerin Regina Ackmann zu hören sein.

Wasser spielt im Leben des Menschen eine zentrale Rolle, so auch in vielen Musikstücken. Regina Ackmann spürt diesem Thema auf der Orgel nach, zu Gehör gebracht werden Kompositionen von Johann Sebastian Bach bis Claude Debussy.

Vom musikalischen Übervater Bach wird sie „Christ, unser Herr, zum Jordan kam“ spielen. „Eine großartige Komposition“, wie sie erklärt, „in der die lebhaften Läufe der linken Hand das Fließen des Jordans illustrieren.“

Wasser und Musik: Da ist es nicht mehr weit bis zur Moldau. Bedrich Smetanas sinfonische Dichtung ist mit seinem rondoartig wiederholten Hauptthema eines der bekanntesten und beliebtesten Werke der Musikgeschichte: Der Fluss wirbelt in den Stromschnellen, fließt im breiten Zug gegen Prag und entschwindet im breiten Lauf in der Elbe – und das hört man auch.

Fans von „Last Night of the Proms“ dürften Noel Rawsthorne kennen – oder zumindest sein Tanzstück „Sailor’s Hornpipe“, in dem er Bach, Antonio Vivaldi und „Rule Britannia“ zitiert, also ein bestens bekanntes Stück.

Weiterhin im Programm: „En Bateau“ aus der „Petite Suite“ von Debussy. Beim Hören dieser musikalischen Idylle fühle man sich an die Bilder von Claude Monet mit ihren zarten Farbreflexen erinnert, heißt es in den Anmerkungen zu den Stücken. Der hohe Norden ist deutlich herauszuhören bei Max Drischner und seinen „Norwegischen Variationen“. Die Landschaft spricht, ein wildes aufgewühltes Meer mit hohen Wellen. Thomas Riegler („Wellen), Heinrich Hofmann („On the Lake“) sowie Camille Saint-Saëns („Aquarium“ und „Der Schwan“ aus dem „Karneval der Tiere“) runden das Programm ab.

Der Eintritt für die Veranstaltung beträgt sieben Euro, ermäßigt die Hälfte.rnk




Kommentare