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In Obernkirchen

Nach Brandunglück in Polen: Wie sicher ist Schaumburgs Escape Room?

OBERNKIRCHEN. Anfang Januar ist ein Escape Room in Polen fünf Mädchen zum tödlichen Verhängnis geworden. Dass man eine solche Tragödie in Escape Rooms in Deutschland ausschließen kann, davon ist Sylvia Coman nicht restlos überzeugt. Von der Sicherheit ihres eigenen Betriebes in Obernkirchen hingegen schon. Ein Besuch.

veröffentlicht am 15.01.2019 um 09:49 Uhr

Mit „Mysteria Escape“ haben sich die Escape-Room-Fans Sylvia Coman und Dirk Bergmann selbstverwirklicht. Foto: gal

Autor:

Gloria Lucie Alter
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OBERNKIRCHEN. Anfang Januar ist ein Escape Room in Polen fünf Mädchen zum tödlichen Verhängnis geworden. Als ein Feuer ausbrach, war es ihnen nicht möglich, sich selbstständig aus dem Raum zu befreien.

Dass man eine derartige Tragödie in Escape Rooms in Deutschland komplett ausschließen kann, davon ist Sylvia Coman nicht restlos überzeugt. „Wir haben auch schon alles gesehen“, sagt sie, und nicht immer haben ihre Erlebnisse ein gutes Gefühl hinterlassen.

Von der Sicherheit ihres eigenen Betriebs „Mysteria Escape“ hingegen ist sie durchaus überzeugt. Coman betreibt gemeinsam mit Partner Dirk Bergmann den ersten und bis dato einzigen Escape Room im Landkreis. Das Spielprinzip: Im Team in einer vorgegebenen Zeit Rätsel lösen, um sich wieder aus dem Raum zu befreien. In diesem Raum wird man anfangs in der Regel „eingesperrt“.

Die Spieler kommen aus ganz unterschiedlichen Wohnorten – zum Rätsellösen sind sie aber alle nach Obernkirchen gefahren. Die Rezeption des „Haunted Hotel“ lädt zum Erinnerungsfoto ein. Foto: gal

Sämtliche Brandschutzauflagen, wie zum Beispiel eine ausreichende Breite aller Fluchtwege, seien erfüllt, sämtliche Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Deshalb hat Coman für ihren Rätselraum „überhaupt keine Bedenken“. Dazu komme, dass es bei dem „Haunted Hotel“, dem ersten Raum von „Mysteria Escape“, einen separaten Ein- und Ausgang gebe. Ersterer bleibe nach Betreten der Rätselzimmer ohnehin geöffnet. Aber auch der Ausgang könne durch den ständigen Spielleiter jederzeit aufgesperrt werden. Durch Kameras beobachtet der Spielleiter das Geschehen von der Rezeption aus, um im Notfall stets eingreifen zu können – „mittels eines Knopfdrucks lassen sich alle Türen des Rätsels öffnen“, so Coman.

Wie sie zu ihrer Selbstständigkeit gekommen sind, das kann Coman einfach erklären: „Dirk und ich haben schon über 70 Spiele gespielt“, sagt sie. Als Zuhörer nimmt man diese große Leidenschaft für Escape Rooms ab der ersten Minute wahr.

Die Eröffnung im August 2018 habe einiges an Investitionen gefordert, um die vollkommene Sicherheit herzustellen. So befinden sich in jedem Raum Rauchmelder, außerdem gebe es eine hochmoderne Brandmeldeanlage, die regelmäßig gewartet werde. Nicht zuletzt werden die Fluchtwege vor Spielbeginn durch Coman und Bergmann den Spielern stets auch instruiert.

„Voll im Soll“ seien sie mit den Zahlen von Beginn an – der Erfolg gibt Coman und Bergmann also recht. Fast jedes Wochenende ist ihr Escape Room ausgebucht. Ein zweiter Raum mit dem Thema „Abenteuer“ ist bereits in Planung. Er soll eine Abwechslung zum Gruselfaktor „Haunted Hotel“ darstellen und wird das Angebot von „Mysteria Escape“ voraussichtlich ab April erweitern.

Der neue Escape Room werde daher in jedem Fall identische Sicherheitsmaßnahmen beinhalten, die ein Abenteuer in Sicherheit garantieren.

Interessierte sollten mindestens 18 Jahre alt sein, Coman und Bergmann haben unter ihrem bunt gemischten Publikum auch Kunden mit bis zu 60 Jahren.

Weitere Informationen gibt es im Internet auf mysteria-escape.de sowie unter der Telefonnummer (01 78) 1 46 73 36.




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