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Schäden notdürftig geflickt – dort gilt jetzt Tempo 30

Nagelneue Straße löst sich auf: Pfusch am Bau?

OBERNKIRCHEN. Schöne Bescherung! Drei Tage vor dem Weihnachtsfest löst sich die erst im November frisch asphaltierte Landesstraße 442 zwischen Obernkirchen und Buchholz schon wieder auf. Zwei große Löcher klafften am Samstagnachmittag plötzlich in der Fahrbahn. „Auf einer Länge von 40 bis 50 Metern zogen sich zudem Risse durch den Asphalt“, berichtet Karl-Heinz Klages, Leiter der zuständigen Straßenmeisterei in Rinteln, auf Nachfrage.

veröffentlicht am 23.12.2018 um 18:31 Uhr
aktualisiert am 23.12.2018 um 19:40 Uhr

Auf der erst vor kurzem frisch asphaltierten Landestraße 442 bei Obernkirchen haben sich plötzlich große Löcher und lange Risse in der Fahrbahndecke gebildet. Autofahrer dürfen wegen den Straßenschäden nur noch Tempo 30 fahren. Foto: leo
Leonhard Behmann

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Polizisten sicherten den Bereich mit Blaulicht ab und alarmierten die Straßenmeisterei.

Ob die Straße durch eindringendes Wasser oder durch Baumängel kaputtgegangen ist, ist derzeit noch unklar. „Auf jeden Fall ist so was nicht normal“, sagt Klages. Man werde jetzt Kontakt mit der Baufirma aufnehmen und prüfen, ob noch Gewährleistung besteht.

Die Straße hatte erst vor Kurzem zwischen dem Ortsausgang von Obernkirchen und dem Abzweig nach Rolfshagen eine neue Fahrbahndecke bekommen (wir berichteten). Die Baumaßnahme schlug mit 100 000 Euro zu Buche. Sie war erforderlich, weil der Straßenbelag der Landesstraße in diesem Bereich nicht griffig genug war und erhebliche Schäden aufwies.

Wahrscheinlich muss die Landesstraße in dem Bereich, wo die Schäden aufgetreten sind, abgefräst und neu asphaltiert werden. Straßenwärter flickten die Löcher am Samstag notdürftig mit Kalt-asphalt. Zudem bauten die Spezialisten einen Geschwindigkeitstrichter auf. Autofahrer dürfen ab sofort statt den bisher erlaubten 70 Kilometern pro Stunde nur noch Tempo 30 fahren. Warnschilder weisen auf die Straßenschäden hin. Wenn es friert, könnten sich zudem gefährliche Eisflächen bilden. „Wir werden den Bereich öfters abfahren und verstärkt kontrollieren“, sagt Klages.




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