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Sportler des Jahres geehrt

Raptors bleiben bissig: Vorstand sieht Vereinsentwicklung positiv

OBERNKIRCHEN. 2015 wurden die Raptors gegründet, und dem Verein geht es jetzt rundum gut, verkündet Vorsitzender Olaf Quest bei der jüngsten Jahreshauptversammlung. Besonders freut die hohe Aktivität und der Einsatz im Verein:

veröffentlicht am 25.03.2019 um 00:00 Uhr

Nele Quest ist Vereinssportlerin des Jahres. Foto: mv

Autor:

Malick Volkmann
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OBERNKIRCHEN. 2015 wurden die Raptors gegründet, und dem Verein, der neben Judo auch den thailändischen Nationalsport Muay Thai sowie Gesundheitssport anbietet, geht es rundum gut. Das hat der Vorsitzende Olaf Quest gleich zu Beginn der Jahresversammlung verkündet. „Die Mitgliederzahl entwickelt sich positiv“, freut sich Quest. „Wir konnten im vergangenen Jahr 23 neue Sportler begrüßen.“

Konkret kamen elf Personen im Bereich Judo und 17 Mitglieder in der Sparte Gesundheitssport hinzu. Insgesamt verfügt der Verein aktuell über 178 Mitglieder. Quest freuen insbesondere die hohe Aktivität und der Einsatz im Verein: „Wir haben keine passiven Mitglieder.“ Alle kämen regelmäßig zum Training und zu den Veranstaltungen außerhalb der Sporthalle.

In einer der drei Sparten lief es im Jahr 2018 allerdings nicht ganz so rund. Muay Thai verzeichnet einen Rückgang von elf Teilnehmern. Markus Grote, einziger Trainer in der Sparte, beklagt einen Mangel an Trainern. Die Verantwortlichen blicken aber optimistisch in die Zukunft: „Wir wollen neue Trainer in den Verein holen und sind auf der Suche nach Kooperationen mit anderen Vereinen“, berichtet Grote.

Olaf Quest (rechts) gratuliert Luca Harmening zum Vereinssportler des Jahres. Foto: mv

Finanziell sieht es bei den Obernkirchen Raptors dagegen gut aus. Ein Plus von rund 7000 Euro in der Vereinskasse spricht eine deutliche Sprache. Auch ein Plan für eine Teilinvestition des Überschusses steht schon fest und wurde auf der Versammlung ohne Gegenstimme beschlossen: Die Trainerentschädigungen sollen pauschal um 20 Prozent steigen. Davon profitieren sowohl die lizensierten Trainer als auch Trainingshelfer. „Es ist wichtig, dass wir die Trainer für ihren Einsatz vernünftig entlohnen, damit sich die vielen investierten Stunden für sie auch lohnen“, findet Quest, den die Anwesenden in seinem Amt bestätigten und wiederwählten.

Für einige Mitglieder hat sich der Einsatz bereits an diesem Abend gelohnt – wenn auch nicht finanziell. Quest sprach mehrere Ehrungen in Form von Urkunden und Pokalen aus. So ehrte der Deutsche Judo-Bund Konstantin Ernst für sein 30-jähriges Judo-Jubiläum. Zusätzlich wurden Nele Quest und Luca Harmening zu den Vereinssportlern des Jahres gekürt.

In diesem Jahr planen die Raptors gleich mehrere Projekte. Unter anderem soll eine Kooperation mit der Gotteshütte in Kleinenbremen ausgebaut werden. Kinder aus schwierigen familiären Verhältnissen können dort mit den Coaches der Raptors trainieren.

Außerdem möchte der Verein einen Sturzpräventions-Kurs für ältere Menschen anbieten und das sogenannte „Bienchenturnier“ ausrichten. Letzteres ist ein Anfängerturnier für Judo-Einsteiger.

In den kommenden Wochen sollen zudem die Aufkleber der Aktion „Schutzräume“ bei Quest eintreffen. Der Schriftzug wird in Obernkirchen in Geschäften und Institutionen an die Scheibe geklebt, um Kindern eben das zu bieten: einen Schutzraum. Egal ob der Handy-Akku leer ist und sie ihre Eltern anrufen müssen oder ob ihnen möglicherweise eine zwielichtige Gestalt folgt – in den gekennzeichneten Einrichtungen finden sie Hilfe. „Bisher sind 18 Geschäfte und Institutionen dabei“, sagt Quest. „Das freut uns sehr, aber wir hoffen, dass noch ein paar dazukommen.“

Als großer sportlicher Höhepunkt steht das Sommerfest auf der Agenda. Dort bietet Dimitri Peters einen Judo-Lehrgang an. Der deutsche Judoka hat in seiner aktiven Laufbahn Bronze bei den Olympischen Spielen gewonnen, die 2012 in London stattfanden. Zweimal holte er zudem Bronze bei Weltmeisterschaften.




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