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Im Jubiläumsjahr

Schülergruppe aus La Flèche zu Gast in Obernkirchen

OBERNKIRCHEN. Beste Stimmung im Jugendzentrum: Schüler, Eltern und Lehrkräfte hatten sich versammelt, um den deutsch-französischen Schüleraustausch 2019 ausklingen zu lassen. Das Programm war auch in diesem Jahr vollgepackt. Insgesamt hat der Schüleraustausch in kurzer Zeit viel erreicht:

veröffentlicht am 22.05.2019 um 00:00 Uhr

Während ihres vollgepackten Programms machen die Schüler aus der Partnerstadt La Flèche zwischendurch Rast am Idaturm. Foto: vhs

Autor:

Volkmar Heuer-Strathmann
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OBERNKIRCHEN. Beste Stimmung im Jugendzentrum: Schüler, Eltern und Lehrkräfte hatten sich versammelt, um den deutsch-französischen Schüleraustausch 2019 ausklingen zu lassen. Ein paar Jungen spielten noch Basketball, andere Gäste sah man schon bei Speis und Trank, es wurde gescherzt und geplaudert. Es war aber auch schon zu spüren, dass der Morgen des Abschieds näher kam.

Der Besuch der 22 Schüler aus Frankreich und ihrer Lehrkräfte Christine Maunier und Fabrice Perché fällt ins 50. Jahr der Städtepartnerschaft zwischen La Flèche und Obernkirchen. Die Schulpartnerschaft mit dem Collège „Le Vieux Chêne“ gibt es erst seit 2015. Benjamin Pegesa, der Hauptverantwortliche auf deutscher Seite, blickt nicht ohne Stolz auf das, was in dieser kurzen Zeit schon erreicht wurde an Verständigung und freundschaftlicher Verbindung, ganz im Geiste der Europäischen Union. Als Symbol gibt es Obernkirchner Sandstein für die Franzosen.

Zum ersten Mal wurde in diesem Jahr beim Gegenbesuch der Franzosen das gesamte Programm mit dem Bückeburger Gymnasium durchgeführt. Sieben Schüler des zehnten Jahrgangs vom Adolfinum ergänzten die Gruppe der 15 Schüler von der IGS Obernkirchen aus den Jahrgängen acht und zehn.

„Wir kennen uns alle sehr gut“, sagt Pegesa am Rande der Grillparty mit Blick auf Nicole Bucher und Christoph Rohlfing vom Adolfinum und seine beiden IGS-Kolleginnen Petra vom Hofe und Sina Schramm. Jörg Wilkening ergänzt die Gruppe der Bückeburger Lehrkräfte. Vor zehn Jahren war Pegesa selbst noch Referendar am Adolfinum mit Renate Spötter als Mentorin. Da liege eine der Wurzeln des Austauschs und der Schaumburger Schulkooperation, erinnert er sich.

Austausch lebt von großen Ideen, hat aber auch sehr konkrete Seiten. So gehört zur Vorbereitung etwa die Klärung der Frage, ob die Bedingungen angemessen sind. „Ein eigenes Zimmer für den Gast muss zur Verfügung stehen, wenn es sich um unterschiedliche Geschlechter handelt“, erklärt Pegesa. Eltern seien nicht nur unverzichtbar, wenn es um das Freizeitprogramm am Wochenende gehe. Von den Lehrkräften beider Schulen weiß er, dass sie gerne Schüler aus Partnerschulen mit in den Unterricht nehmen. Nach Auffälligkeiten gefragt, hätten die französischen Schüler spontan die Tatsache genannt, dass es keinen Zaun gibt rund um beide Schulen.

Das Gruppenprogramm führte in diesem Jahr nach Wolfsburg in die „Autostadt“. Von der Werkstour zeigten sich die Franzosen besonders beeindruckt. Automatisierung, Digitalisierung und Elektromobilität sind in beiden Ländern ein großes Thema. In Bückeburg ging es zum Schloss und in die Hofreitschule. Am Idaturm wurden die Wanderer für den Aufstieg mit einem schönen Ausblick belohnt. In Obernkirchen gab es eine Erkundungsrallye. Da galt es, sich mit einzelnen Skulpturen, der Stiftskirche und der Geschichte der Bergstadt näher zu beschäftigen. Das gemischte Siegerteam freute sich über einen kleinen Preis.

Pegesa weiß, dass der Austausch ohne die Unterstützung durch die Bürgerstiftung Schaumburg, speziell die Harste-Lange-Stiftung, und die Mitwirkung des Schulfördervereins in dieser Form nicht möglich wäre. Dankbar erwähnt er auch die Stadt Obernkirchen und Bürger-meister Oliver Schäfer. Im Rathaus sei man natürlich auch herzlich empfangen worden.

Im Herbst steht der nächste Besuch in Frankreich an. Christine Maunier kann so gut Deutsch, dass Benjamin Pegesa die Redensart nicht übersetzen muss: „Nach dem Austausch ist vor dem Austausch.“




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