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Kinder-Festumzug bietet prächtiges Bild

Schützenfest Obernkirchen: Großer Zapfenstreich ist Publikumsmagnet

OBERNKIRCHEN. Am vergangenen Wochenende hat die Bergstadt im Zeichen des insgesamt viertägigen Bürgerschützenfestes gestanden. Attraktionen waren der stilvolle Große Zapfenstreich auf dem Kirchplatz und der bunt-fröhliche Kinder-Festumzug.

veröffentlicht am 16.06.2019 um 18:05 Uhr
aktualisiert am 16.06.2019 um 20:20 Uhr

Michael_Werk

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OBERNKIRCHEN. Der Kinder-Festumzug ist der besondere Stolz der Obernkirchener Bürgerschützen – und das zu Recht. Denn so üppig wie in der Bergstadt fällt im Schaumburger Land bei anderen Schützenfesten kein Kinder-Umzug aus: Insgesamt rund ein Dutzend geschmückter Umzugswagen hatten am Sonntagmittag auf dem Markt- und dem Kirchplatz Aufstellung genommen, um von dort aus in einer kleinen Schleife durch die Stadt hoch zur Liethhalle zu fahren, wo dann weitergefeiert wurde.

Besetzt waren die von Traktoren gezogenen, zu Partyhäuschen umfunktionierten Anhänger mit vielen fröhlichen Kindern und nicht minder gut gelaunten Erwachsenen. Wobei jeder der von den Bürgerschützen-Rotts ausstaffierten Wagen einem anderen Motto gewidmet war, dem sich auch die jeweiligen Rott-Gesellschaften mit ihren Outfits angepasst hatten. Die Bandbreite reichte vom „Piraten“-Thema über „Füchse“, „Drachen“ und etwa „Hexen“ bis hin zu „Flower-Power“.

Begleitet wurde der Konvoi während des Umzuges von drei lautstark musizierenden Spielmannszügen, die ihrerseits zum Flair dieser Veranstaltung beitrugen. Zahlreiche Zuschauer bestaunten diesen Programmpunkt des insgesamt viertägigen Bürgerschützenfestes.

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Ein Publikumsmagnet war aber auch der bereits am Freitagabend auf dem Kirchplatz zelebrierte Große Zapfenstreich: Mit dem „Marsch des Soldaten Robert Bruce“ eröffnete das Blasorchester Bückeburger Jäger die Serenade. Es folgten unter anderem der Marsch „Preußens Gloria“ und „Des Großen Kurfürsten Reitermarsch“.

Unterbrochen wurde die Abendmusik lediglich durch ein paar zackige Kommandos von Bürgerschützen-Adjutant Christian Anke: Beispielsweise, als er den in Reih und Glied angetretenen Schwarzkitteln „Hut ab zum Gebet“ befahl, bevor das von Sven Schnee dirigierte Orchester das Gebet „Ich bete an die Macht der Liebe“ intonierte. Zum Abschluss der gut halbstündigen, stimmungsvollen Zeremonie erklang dann noch die deutsche Nationalhymne.

Livemusik wurde auch am Samstagmorgen beim Rottfrühstück des – im katholischen Pfarrheim feiernden – Rotts Herz kredenzt: Dort haute Vito Becker in die Tasten seines E-Pianos, um die Gäste mit Boogie-Woogie- und anderen Instrumentalstücken zu unterhalten. Seine Virtuosität zeigte sich nicht zuletzt darin, dass er dazu auch noch Mundharmonika spielte und mit einem Fuß eine Hi-Hat (Schlagzeug-Teil) bediente. „Ich spiele nur für Menschen mit gutem Geschmack“, flachste Becker, der sein bei dem Rottfrühstück gebotenes Programm als „Luxus für die Ohren“ bezeichnete.

„Wir versuchen, ein bisschen moderner zu werden“, erklärte André Steuernagel, stellvertretender Rottführer, den vom Rott Herz gebuchten Musik-Act. Und von Rottführer Michael Schlusche war zu erfahren, dass man damit auch noch „mehr Lockerheit“ ins Rottfrühstück reinbringen wolle.

Apropos: Am Samstagabend stand eine Bürgerschützenfest-Discoparty in der Liethhalle auf dem Programm, bei der ebenfalls ausgelassen gefeiert wurde.




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