weather-image
13°

Grünkohlessen in der Liethhalle

„So viele Leute, das ist echt Wahnsinn“

OBERNKIRCHEN. Das Interesse am traditionellen Grünkohlessen der Bürgerschützen Obernkirchen ist ungebrochen: Rund 820 Herren fanden sich diesmal zu der in der Liethhalle ausgerichteten Veranstaltung ein - ein neuer Besucherrekord!

veröffentlicht am 03.02.2019 um 15:41 Uhr
aktualisiert am 03.02.2019 um 21:26 Uhr

Unermüdlich tragen die Servicekräfte die Durstlöscher heran.
Michael_Werk

Autor

Michael Werk Reporter zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der SZ/LZ? Dann melden Sie sich hier mit Ihren SZ/LZ -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

OBERNKIRCHEN. Ihrem Ruf, alljährlich das größte Grünkohlessen der Region auf die Beine zu stellen, sind die Bürgerschützen Obernkirchen auch diesmal wieder gerecht geworden. Rund 820 Gäste nahmen an der am Freitag in der Liethhalle gefeierten Sause teil, die damit sogar eine neue Bestmarke in der mittlerweile 41-jährigen Geschichte dieser Traditionsveranstaltung setzt.

Und wie schon bei den vorausgegangenen Ausgaben waren auch wieder viele Teilnehmer von außerhalb der Bergstadt gekommen, um der Geselligkeit zu frönen und das deftige, vom Restaurant „Zum Grünen Kranz“ (Röhrkasten) zubereitete Wintergericht in vollen Zügen zu genießen. Für die musikalische Unterhaltung der Herren sorgte – ebenfalls seit Langem bewährt – die Schaumburger Trachtenkapelle.

„So viele Leute, das ist echt Wahnsinn“, zeigte sich Zotan Sisa von dem Grünkohlessen begeistert. Mit seinem Chef und ein paar Arbeitskollegen war der im Raum Bad Salzufflen lebende, gebürtige Ungar angereist, um hier auf Einladung des Obernkircheners Andreas Nink einen schönen Abend zu verbringen. Lobende Worte fand Sisa zudem für das Essen („sehr lecker“) und die schwungvolle Musik (Daumen hoch).

2 Bilder

„Wir sind jetzt an der Grenze“, erklärte Christian Anke, Adjutant der Bürgerschützen, angesichts der großen Besucherresonanz. Mehr Leute könne man in der Liethhalle nicht unterbringen, da man hinsichtlich der Möblierung an den – die Kommunikation fördernden – runden Tischen festhalten wolle. Der Charme der Veranstaltung solle ja nicht verloren gehen, betonte er.

Seitens der Organisatoren überlegt wird laut Anke daher sogar, die Teilnehmerzahl bei zukünftigen Grünkohlessen trotz der großen Nachfrage etwas zu reduzieren.

Circa 820 Gäste mit dem Grünkohlschmaus zu verköstigen, da ist auch bei Stephanie May, der Chefin des Restaurants „Zum Grünen Kranz“, fast die Kapazitätsgrenze erreicht, verriet sie. Und um zu verdeutlichen, was für einen Aufwand es erfordert, das Essen für so viele hungrige Männer zuzubereiten, nennt sie ein paar Zahlen: Etwa 4500 Kartoffeln musste sie zusammen mit zwei Mitarbeiterinnen von Hand schälen, was insgesamt gut zwanzig Stunden (knapp sieben Stunden pro Person) dauerte. Gekocht wurden die Kartoffeln dann in zwölf Elektrokochtöpfen (jeweils 1800 Watt Leistung), wie sie auch zum Einkochen verwendet werden. In einem weiteren Dutzend solcher Elektrokochtöpfe garten die Kohlwürste und das Fleisch. Den Grünkohl indes kochte sie in einem 350 Liter fassenden Kessel, wobei dieser dreimal bis zum Rand gefüllt werden musste.

Flott ging dagegen das Servieren des Schlemmermahls vonstatten: Nur rund zwanzig Minuten brauchten May und ihr Team dafür, dann waren alle 820 hungrigen Herren mit Kohl versorgt. Sportlich Leistung!




Anzeige
Anzeige
Anzeige
Kommentare